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Auszeichnung in der Prignitz : Gastro-Kultur besser bewerben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Dehoga Brandenburg und IHK Potsdam zeichnen 18 Betriebe als besondere Gastlichkeit aus. Kreisverband will aktiver werden

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Unangekündigt kommen die Tester der Dehoga ins Haus. Wer sich als Gastronom um den Titel „Brandenburger Gastlichkeit in der Prignitz“ bewirbt, muss also jeden Tag unter Beweis stellen, wie gut Service und Ambiente ineinander greifen. In 18 Einrichtung aus dem gesamten Kreisgebiet waren die Tester in den vergangenen Monaten zu Besuch, gestern gab es in Postlin die vom Gaststättenverband des Landes und der IHK Potsdam vergebene Plakette für die Jahre 2018/19, können die Gastronomen an ihren Eingängen mit dem Prüfsiegel nun für sich werben.

Die Plakette hält Petra Koch, ausgezeichnete Gastgeberin der Veranstaltung, für „sehr wichtig, um nochmal eine unabhängige Meinung für das eigene Angebot zu bekommen.“ Das sieht auch Marlen Lemke, Chefin des Wilsnacker Vitalhotel ambiente, so. „Es ist ein Prüfsiegel für uns, es könnte aber auch in Brandenburg noch etwas bekannter sein.“ Martina Christ, Hausleiterin im Schloss Grube, ergänzt: „Wir wollen uns mit der Region identifizieren aber auch innovativ sein. Dazu versuchen wir, moderne internationale Küche mit heimischen Produkten anzubieten.“ Die Kombination mit der besonderen Lage und dem Kunst- und Kulturangebot würdigten die von der Dehoga entsandten Tester.

Trotz der positiven Bewertungen bestehe aber für manche Einrichtungen durchaus noch Spielraum, so Olaf Lücke, Geschäftsführer des Brandenburger Dehoga-Landesverbandes. Hinweise in den Speisekarten für Kunden, die an Lebensmittelunverträglichkeiten leiden, Kennzeichnungen von Allergenen sowie die Optik und Griffigkeit der Karten als auch die schwankende Qualität zwischen verschiedenen Gängen, seien zum Teil verbesserungswürdig. „Wir verkaufen uns teilweise noch zu schlecht. Wenn etwa ein Schnitzel von einem Schwein aus der Prignitz stammt, dann schreibt es doch einfach rein in die Karte“, appelliert Lücke mit einem Beispiel an die Gastronomen.

Verbunden mit der Auszeichnung stellte sich auch Jan Lange, der neue Kreisvorsitzende des Dehoga, den Gastronomen vor. Nach zwei Jahren kaum sichtbarer Verbandsarbeit soll nun ein Neuanfang gemacht werden. „Mit Roy Hartung und Hans-Jürgen Kiefer ergänzen wir uns im Kreisvorstand sehr gut“, so Jan Lange.

Der Verband müsse nun wieder stärker in Erscheinung treten, sich um die kleineren Gastronomiebetriebe bemühen, die schon aufgrund der personellen Situation wenig Zeit für Verbandsarbeit haben. Olaf Lücke sichert seinem jungen Kollegen Unterstützung zu. Man werde gezielt „Klinken putzen“. Als eine dieser Möglichkeiten, sich geschlossen zu präsentieren, biete sich der Brandenburgtag im kommenden Jahr geradezu an, so Lücke. Dass es nötig sei, zeige sich auch an der etwas geringeren Bewerberzahl in diesem Jahr.

Um künftig einen Anreiz für eine bessere überregionale Vermarktung zu bieten, wurde für die aktuelle Auszeichnungsrunde der Titel von „Prignitzer Gastlichkeit“ in „Brandenburger Gastlichkeit in der Prignitz“ umbenannt.

Hintergrund: Ausgezeichnete Betriebe
Landhotel Dahse’s Gasthaus, Glövzin; Sonntagscafé in Jabel (bei Heiligengrabe); Pension und Café Kattenstieg, Königsberg; Bluhm’s Hotel und Restaurant Kyritz; BioHotel Burg Lenzen; Hotel und Brauhaus Alte Ölmühle, Wittenberge; Hotel Deutscher Kaiser, Perleberg; Hotel Falkenhagen, Pritzwalk; Hotel Germania, Wittenberge; Hotel und Restaurant Waldschlösschen, Kyritz; Hotel Stadt Magdeburg, Perleberg; Hotel Stadt Wittstock; Restaurant Zum Fährmann, Wittenberge; Fuchsbau, Wittenberge; Schloss Grube; Sport- und Vitalresort Neuer Hennings Hof; VITALHOTEL ambiente, Bad Wilsnack; Koch’s Gasthaus und Pension, Postlin.
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