Bad Wilsnack : Gartensparte nimmt letztmalig Grünabfall an

„Gartensparte Bad Wilsnack“ , Stadt und Amt wollen Möglichkeit für eine genehmigte Zwischenlagerung finden.

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05. Dezember 2018, 10:04 Uhr

Wie geht es weiter mit dem Grünabfall in der Kurstadt Bad Wilsnack? Zum Ende des Jahres schließt das Grünabfallzwischenlager nahe des Grünen Klassenzimmers. Jedoch sei dies keine von der Stadt verordnete, sondern eine turnusgemäße Schließung, die „wir jedes Jahr zum Saisonende machen“, erklärt Marco Poschmann von der „Gartensparte Bad Wilsnack“ bei der Infoveranstaltung, zu der sie gemeinsam mit der Stadt und dem Amt Bad Wilsnack / Weisen eingeladen hatten. Ob im Frühjahr der Platz erneut als Annahmestelle geöffnet werden kann, sei unsicher.

Für eine solche genehmigte Zwischenlagerung fehlt zum Beispiel ein undurchlässiger Untergrund, der verhindert, dass mögliche Schadstoffe bei der Kompostierung ins Erdreich gelangen. „Diese kann jedoch nicht so einfach errichtet werden, da sich der Platz im Außenbereich der Stadt befindet“, erklärte Wilsnacks Bürgermeister Hans Dieter Spielmann.

Bisher hatte die Verwaltung die praktizierte Lösung akzeptiert.Nun werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, Grünabfall in Wilsnack genehmigt zwischenzulagern. Zum Beispiel wird über aufgestellte Container nachgedacht. Diese könnten auch auf dem bisherigen Gelände platziert werden, aber dann befürchtet Ordnungsamtsleiter Gerald Neu: „Einige schwarze Schafe würden den Abfall auch neben die Container werfen“.

Deshalb soll ein Platz mit richtigem Untergrund gesucht werden. Er betonte gleichzeitig: „Wir können eine solche Containervariante, egal wo in der Stadt, jedoch nur anbieten, wenn es im finanziellen Rahmen ist.“ Bislang eingeholte Angebote seien zu teuer.

„Wir versuchen gemeinsam mit dem Amt, der Gartensparte und auch dem Landkreis eine Lösung zu finden, die die Bewohner Wilsnacks zufriedenstellt“, erklärt Hans Dieter Spielmann. Der Kreis sei verantwortlich für die Abfallentsorgung, verweist jedoch auf seine drei Annahmestellen in Perleberg, Pritzwalk und Wittenberge. „Diese sind für viele Wilsnacker jedoch nicht so einfach zu erreichen, das wissen wir“, sagten Poschmann, Neu und Spielmann unisono. Wichtig sei zu vermeiden, dass die umliegenden Wälder künftig durch unerlaubt entsorgten Grünabfall verschmutzt würden und auch das Entladen von Restmüll und anderen Abfallarten in den zwölf aufgestellten Containern für das kommunale Laub im Stadtgebiet sei unmöglich, so Spielmann.

Am kommenden Sonnabend, 8. Dezember, wird die Gartensparte letztmalig Grünabfall annehmen.

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