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Tivolistraße Wittenberge : Garagen immer wieder neu begehrt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gemeinschaft in der Tivolistraße hat keine Nachwuchssorgen: Alle 76 Unterstellmöglichkeiten sind vergeben

von
erstellt am 19.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Garagen scheinen im Trend zu liegen. Anders lässt sich wohl kaum erklären, warum von den 76 Garagen, die dem gleichnamigen Verein in der Tivolistraße gehören, nicht eine einzige leer steht. „Wir haben keine Nachwuchssorgen“, sagt Klaus Kohlhase, Chef der Truppe, zu der 60 Eigentümer gehören. Denn sämtliche Garagen befinden sich in privatem Besitz. Das heiße aber nicht, dass jeder einfach so an jemand anderen verkaufen könne, ergänzen Horst Kintat, Peter Rath und Manfred Reimann, die zu der Gemeinschaft gehören. Der Verein hat sich bei Veräußerungen ein Mitspracherecht gesichert. Die Männer sagen: „Es muss einfach zwischen uns passen.“ Mit anderen Worten: Es sind Leute willkommen, die die Garagen zweckentsprechend nutzen und nicht ausschließlich als zusätzlichen Lagerraum. Kohlhase erklärt auch das Warum. „Wir wollen auf unserem Gelände Bewegung haben.“ Das schrecke Leute mit nicht so guten Absichten ab. Zum Schutz seines Eigentums hat der Garagenverein sein gesamtes Gelände schon vor Jahren eingezäunt. Innerhalb der Umzäunung sind dem Verein Ordnung und Sauberkeit sehr wichtig. Arbeitseinsätze stehen zweimal im Jahr auf der Tagesordnung. Das Frühjahrsaufräumen war für letzten Sonnabend angesetzt. Die Beteiligung war gut, „wenn auch der eine oder andere mehr noch hätte kommen können“, wie Kohlhase sagt. Die Gemeinschaft ärgere sich schon darüber, wenn sich einige immer wieder drücken. Dabei gibt es immer etwas zu tun: Flächen abharken, mähen, aufräumen oder wie dieses Mal, am Zaun Erde auffüllen.

Mit von der Partie an diesem Vormittag sind Oliver Ehscheidt und Sohn John. Der 18-Jährige hat eine Garage auf dem Gelände als Geburtstagsgeschenk erhalten, „weil er eigentlich mehr Benzin als Blut in den Adern hat“, sagt der Vater. Und der junge Mann lächelt bei diesen Worte. Er sagt: „Ja, es passt mit der Garage. Ich habe jetzt einen Platz, an dem ich ganz in Ruhe schrauben und basteln kann.“  

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