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Gappa: Zum Straßenbau fehlt der Stadt das Geld

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erstellt am 24.Nov.2011 | 05:31 Uhr

Bad Wilsnack | Die Planungen für den Wohnpark an der Therme in Bad Wilsnack liegen im Zeitplan. Darüber informierte Bauamtsleiter Peter Rollenhagen den Bauausschuss am Mittwochabend.

Genau festgeschrieben wurde mittlerweile die Geschossigkeit: Vier sind erlaubt. Auch die Nutzungsart ist jetzt klar formuliert: allgemeines Wohnen und Beherbergung. Damit könnten Zimmer bzw. Wohnungen an Gäste vermietet werden.

Bis zum 22. Dezember werde der Bebauungsplan mit diesen Veränderungen erneut ausgelegt, könnte zu Jahresbeginn von den Stadtverordneten beschlossen werden. Im Januar seien Erschließungs- und Gebäudeplanung vorgesehen. Im Frühjahr könnte mit dem Bau der Zuwegung und dem Verlegen der Versorgungsleitungen begonnen werden.

Ein Hamburger Investor plant auf der Brachfläche Am Kähling, auf der sich früher eine Gärtnerei befand, eine Bebauung. Entstehen sollen drei Häuser mit jeweils 20 Wohnungen.

Zwei laufende Bauprojekte in der Stadt nähern sich ihrem Ende. "Der Radweg von Wilsnack nach Groß Lüben wird mit Ausnahme von Restarbeiten in der kommenden Woche fertig", kündigt Rollenhagen an. Auch für die Karthanebrücke am Ortsausgang Richtung Groß Lüben sehe es gut aus. Bis Weihnachten könnte die Fahrbahn gemacht werden, wenn das Wetter mitspielt", so der Bauamtschef. Bis März 2012 soll die Maßnahme beendet sein, verantwortlich ist der Landesbetrieb für Straßenwesen.

Ob und was im nächsten Jahr gebaut werde, sei abhängig vom Geld. Schon seit 2010 sollen in der Altstadt die Töpferstraße zwischen Schule und Bahnhof sowie die Poststraße saniert werden. "Beides liegt auf Eis, wie haben kein Geld", sagt Bürgermeister Dietrich Gappa (CDU).

Den Haushalt 2011 werde man erst im Dezember beschließen. "Er ist aber ausgeglichen", so Gappa. Die Stadt habe das Jahr über gespart, so dass die zwischenzeitlichen Fehlbeträge von 70 000 bis 100 000 Euro ausgeglichen werden konnten.

Das sei aber auch schon die einzig gute Nachricht. Gappa sehe keine reelle Chance, die genannten Straßen in der Altstadt 2012 zu sanieren. "Wir konnten kein Geld in die Rücklage legen, haben nicht die benötigten 300 000 Euro Eigenkapital." Erhaltene Zuweisungen musste die Stadt in diesem Jahr nahezu vollständig für das Bedienen und Tilgen von Krediten verwenden. Sollten die Zuschüsse durch das Land im nächsten Jahr nicht steigen, werde sich daran nichts ändern, befürchtet das Stadtoberhaupt.

Aus finanziellen Gründen könnten auch die Bad- und Mühlenstraße nicht erneuert werden. "Wir planen 2012 aber Reparaturen, da die Pflasterung stellenweise sehr wellig ist", kündigt Peter Rollenhagen an.

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