Gelebte Schulpartnerschaft in Wittenberge : Ganz tief eintauchen in die Chemie

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Gymnasiasten aus Wittenberge und Elmshorn macht das im hochmodernen Labor sehr viel Freude

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02. Juli 2014, 22:00 Uhr

Thuha Bader möchte nach dem Abitur Chemie studieren. Deshalb war es für sie auch keine Frage, Ja zu sagen, als ihre Schule, das Bismarck-Gymnasium Elmshorn, die Möglichkeit bot, gemeinsam mit Gleichaltrigen aus dem Marie-Curie-Gymnasium Wittenberge als Partnerschule im Rahmen der MINT-Tage bei einem Förderprojekt mitzumachen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. In diesem Jahr liege der Schwerpunkt auf der Chemie, erklären die Fachlehrerinnen Bärbel Henning und Karin Kreissl aus Wittenberge sowie Christel Welsch aus Elmshorn.

Die Fachlehrerinnen begleiten das Projekt, sind begeistert, wie interessiert und engagiert die Elft- bzw. Elft- und Zwölftklässler die Möglichkeiten nutzen, die sich ihnen hier in Wittenberge mit dem Labor des Prignitzer Instituts für Thermoanalytik (PIT) bieten. Peter Janz als Geschäftsführer des PIT e. V. spricht von einem auf sehr hohem Niveau ausgerüsteten Labor mit dem Schwerpunkt der etherischen und fetten Öle.

„Wir haben bei uns in Elmshorn nichts Vergleichbares“, sagt Thuha Bader. Sie ist begeistert, können sie und die Mitschüler sich im PIT-Labor doch mit modernen Methoden der Thermoanalytik befassen, wie es im Unterricht gar nicht möglich ist. Der Wittenberger Gymnasiast Sebastian Fritsch erzählt, dass er regelmäßig ins PIT-Labor kommt. Er gehört zu jenen Schülern, die aus Interesse an der Chemie dort regelmäßig arbeiten. „Zur Zeit befassen wir uns in der AG mit etherischen Ölen. Da passt das jetzt mit dem Projekt.“

Noch bis Freitag werden die sieben Elftklässler aus Wittenberge und die sieben Elft- und Zwölftklässler aus dem Elmshorner Partnergymnasium gemeinsam im Labor stehen, etherische und fette Öle gewinnen. Gestern beispielsweise durchzog der Duft von Kümmel die Laborräume. Bei der Gewinnung der Stoffe wie auch bei der sich anschließenden Bestimmung charakteristischer Eigenschaften oder dem Kennenlernen beispielsweise von Thermogravimetrie oder Gaschromatographie geben drei hochqualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiter des Thermoanalytik-Institutes ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die Gymnasiasten weiter, getreu dem Projektmotto: „Erfahrungswissen trifft junge Naturwissenschaftler“.

Gegen 14 Uhr ist Schluss im Labor. Die jungen Leute aus beiden Schulen verbringen dann ihre Freizeit, nächtigen auch gemeinsam im „Würfel“. Der Förderverein des Marie-Curie-Gymnasiums bringt sich dafür finanziell ein. Und Thuha Bader sagt zum Abschluss noch: „Sie müssen unbedingt schreiben, dass es hier in Wittenberge sehr viel Spaß macht.“

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