Haarener Festival : Ganz familiär bei Krankenschwester rockt

_dsc5138
1 von 2

Aus Ausbildungsabschied wurde ein Musikfestival.

svz.de von
14. Mai 2018, 15:47 Uhr

Seit 14 Jahren heißt es in dem kleinen Dorf Haaren immer am Freitag nach Himmelfahrt: „Krankenschwester rockt“. Aus einer privaten Abschlussfeier von Krankenschwestern hat sich dieses familiäre Highlight der Prignitz entwickelt. „Wir sind ein festes Team von fünf Leuten“, sagt Michael Polte, der damals zum legendären Abschlussjahrgang gehörte. Heute ist er Lehrer an der Schule für Gesundheitsberufe in Neuruppin. Unterstützt von Freunden und Bewohnern des Dorfes gelingt es jedes Jahr dieses Festival zu organisieren.

Mit Laureen präsentierte sich erstmals eine Nachwuchskünstlerin, die im vergangenen Jahr sehr erfolgreich beim SOS-Talentefest teilnahm. „In unserer Satzung steht auch die Nachwuchsförderung“, sagt Michael Polte. „So war der Verein mit ihr auch schon im Studio. “ Nur mit der Akustikgitarre und mit ihrer Stimme wusste sie auch in Haaren zu gefallen.

Während Laureen und später Audiopilot auftreten, sitzen Justus Mantik aus Stüdenitz-Schönermark und sein Freund Moritz Birkhahn aus Wutike noch vor ihrem Wohnmobil beim Bier. „Wir haben uns erst heute Mittag entschieden, herzukommen“, sagt Moritz. „Durch das Wohnmobil brauchen wir nicht auslosen, wer nach Hause fährt“, sagen sie lachend. Dann machen auch sie sich auf dem Weg vom Camp zur Bühne, wo inzwischen Bambi Slaugther aufbaut.

Michaela von Wietersheim ist seit drei Jahren beim Krankenschwester-Team. Sie schätzt, dass in diesem Jahr zwischen 500 und 600 Besucher zu Krankenschwester rockt gekommen sind. Viele von ihnen auch mit ihren Kindern, wie Oliver Henkel aus Bad Wilsnack. „Endlich habe ich mal an diesem Wochenende frei, um das Konzert zu besuchen“, sagt er. Gemeinsam mit seiner Frau und den zwei Söhnen genießt er die entspannte Atmosphäre. „Wir mögen besonders Bands, die etwas härter spielen“, sagt er.

Auch wenn Vizediktator in diesem Jahr als Hauptakt angekündigt war, so haben ihn zuvor Karo Fontana aus Hamburg den Rang streitig gemacht. Als die fünf Musiker auftraten und ihre Titel aus dem Pool des World-Folk präsentierten, begann auch der letzte Besucher vor der Bühne ausgelassen zu tanzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen