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Der Prignitzer

24. November 2017 | 21:37 Uhr

Galerie: Suche geht weiter

vom

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2012 | 06:56 Uhr

Wittenberge | Die Prignitz-Galerie leert sich. Das Kaufhaus Nessler hat nach dem letzten Verkaufstag am 4. Februar seine Habseligkeiten zusammengepackt. An der Galeriefassade wird das Firmenschild demontiert. Aber auch die Mieter in den kleinen Ladengeschäften zwischen der ehemaligen Postfiliale und dem Edeka-Markt sind in Aufbruchstimmung, haben sich nach und nach andere Domizile in der Stadt gesucht und auch gefunden.

Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Danach fragte der "Prignitzer" Gerhard Miller. Der Diplombetriebswirt und Sachverständige für Immobilienbewertung aus Schlaitdorf ist im Auftrag der Galeriebesitzerin mit der Revitalisierung des Geschäftsgebäudes befasst und seit Monaten dafür tätig.

Millers Position ist ganz klar. "Ich sehe die Zukunft der Galerie positiv. Denn es ist ein schönes Haus mit einer guten Flächenstruktur." Keinesfalls, so widerspricht er möglichen Gerüchten, seien die Mieter wegen einer ungewissen Zukunft auf der Flucht. "Wir befinden uns natürlich in Abstimmung mit Mietern. Es sind wohlwollende Abstimmungen", sagt der Immobilienmanager.

Mit Sicherheit kommt die derzeitige Entwicklung den Ideen von einer Neustrukturierung der Immobilie als Kaufhaus entgegen. Danach sollen die Verkaufsflächen, so erklärte es Miller in einem vorangegangenen Gespräch mit der Redaktion, rund um die Rolltreppe und den Fahrstuhl viel stärker in den Kaufhauscharakter mit eingebunden werden. Gerhard Miller sagt: "Wir sind mittendrin in der Umstrukturierung und haben keine Zeit zu verlieren." Der Geschäftsmann bestätigt, dass er mit potenziellen Kaufhausmietern im Gespräch sei. Jetzt Namen zu nennen, wäre aber kontraproduktiv.

Das Parkdeck wird dringend gebraucht

Voraussichtlich im April soll in der Bahnstraße die Fußgängerzone entfallen, die Zufahrt in die Auguststraße Richtung Bürgerstraße und damit auch zum Parkdeck der Prignitz-Galerie möglich werden. Allerdings mehren sich in der Stadt, besonders unter Geschäftsleuten Sorgen, dass das Parkdeck möglicherweise geschlossen wird, weil es ja bis auf den Edeka-Markt so gut wie keine Mieter mehr in der Immobilie gibt.

Mit Nachdruck wendet sich Miller gegen derartige Gedanken. Es verhalte sich genau andersherum: "Mit der Belebung des Hauses benötigen wir natürlich dringend das Parkdeck."

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