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Öffentlicher Nahverkehr : Gäste kritisieren Busfahrer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Handy am Ohr, falsches Abbiegen oder Ärger mit dem Fahrplan - Kritik an Prignitz-Bus. Ausnahme oder die Regel?

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Sie sind Tausende Kilometer in der Region unterwegs, die Fahrer von Prignitz-Bus. Um Pünktlichkeit bemüht, stehen sie im Fokus von Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern. Da bleiben Beschwerden nicht aus. „Meist geht es um den Fahrplan, der noch nicht immer optimale Anschlüsse beispielsweise an die Bahn gewährleistet, daran arbeiten wir ständig“, erläutert Karin Jansen, Standortleiterin Prignitz-Bus, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Probleme seien aber nur in kleinen Schritten zu lösen.

Dazu zählt die Handy-Nutzung während der Fahrt durch Fahrer. Einige Busse verfügen über Headsets und andere Freisprechmöglichkeiten, das ist laut Prignitz-Bus aber noch nicht durchgängig so.

Deshalb seien die Fahrer kürzlich eindringlich angewiesen worden, bei Anrufen ohne Freisprecheinrichtung rechts ranzufahren und dann das Gespräch anzunehmen oder bei nächster Gelegenheit zurückzurufen, sagte die Standortverantwortliche. Das entspreche der Straßenverkehrsordnung und der Verantwortung für die Sicherheit der Fahrgäste

Es gebe auch dringende Fälle, wo ein Telefonat unabdingbar sei, machte Karin Jansen auf ein Problem aufmerksam. So kürzlich, als ein Fahrgast, der mit dem Zug weiterreisen wollte, die Brieftasche im Bus liegen ließ. Ein Telefonat ermöglichte es, dass der Mann seine Reise fortsetzen konnte.

Prignitz-Bus arbeitet derzeit an einer besseren Kommunikation mit den Fahrern über einen Telefonarbeitsplatz mit direkter Anbindung an das Betriebsführungssystem des Unternehmens, das Informationen zum Verkehrsgeschehen und Linienverlauf bündelt. Dazu zählen Informationen zu Baustellen und damit verbundene Einschränkungen oder Staus. Für den Spracharbeitsplatz stehen bereits einige Komponenten zur Verfügung, die zusammengeführt und an die technischen Bedingungen der drei Firmen angepasst werden. „Darum bemühen sich eigene Mitarbeiter, wir haben auch externe Fachkräfte verpflichtet. Da mehrere Firmen beteiligt sind, können wir noch nicht sagen, wann es läuft“, erläuterte Karin Jansen. Dann können dringende Informationen besser und sicherer weitergegeben werden.

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