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Direktor wird vertreten : Gabriele Gohlke statt Peter Awe

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Wechsel an der Spitze der Grundschule „Geschwister Scholl“ / Stellvertreterin leitet Einrichtung kommissarisch / Direktor an Montessori-Schule

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erstellt am 02.Sep.2014 | 22:21 Uhr

Neun Jahre prägte Peter Awe als Direktor das Gesicht der Grundschule „Geschwister Scholl“, brachte hier vielen Kindern – im realen und im übertragenen Sinn – das Laufen bei. Mit Beginn dieses Schuljahres müssen Schüler und Kollegium auf den beliebten Pädagogen verzichten. „Ich bin für ein Jahr beurlaubt“, sagt Peter Awe. Urlaub im eigentlichen Sinne macht er allerdings nicht: Der Lehrer arbeitet an der Ibis-Grundschule „Maria Montessori“ in Wittenberge. „Hier werde ich selbst wieder zum Schüler oder, besser gesagt, zum Studenten“, berichtet Awe. Er befindet sich in der Ausbildung für das Montessori-Diplom und möchte auf eigenen Wunsch praktische Erfahrungen in einer Schule sammeln, die mit dieser Methodik arbeitet.

Neue Herausforderungen suchen, keine Stagnation zulassen, so umschreibt der Pädagoge seine Triebfedern. Im Schuldienst ist er seit 1991, arbeitete zunächst an einer Realschule in Berlin-Pankow, wechselte dann an eine Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Vor rund 14 Jahren kam Awe in die Prignitz, arbeitete zunächst fünf Jahre in Glöwen, damals noch Gesamtschule, und „landete“ schließlich in Perleberg an der Scholl-Schule.

Nicht minder erfahren ist seine Stellvertreterin in Perleberg, Gabriele Gohlke, Lehrerin seit 1985, an der Scholl-Grundschule seit vier Jahren. Seit 1. Februar ist sie die stellvertretende Direktorin, leitet die Schule nun, während der Abwesenheit von Peter Awe, kommissarisch. „Ich bin hier sehr nett aufgenommen worden, fühle mich total wohl“, sagt die Wittenbergerin, die zuvor 18 Jahre am Gymnasium der Elbestadt tätig war. „Inzwischen bin ich eigentlich schon eine Halb-Perlebergerin, die Kinder grüßen mich, wenn ich hier in der Stadt unterwegs bin“, erzählt die Lehrerin für Englisch und Deutsch. Der Schritt an die Spitze der Schule – für sie selbstverständlich. „Ich mache es gern für mein Kollegium“, sagt Gabriele Gohlke. Die „Kinder“ von Peter Awe werde sie, gemeinsam mit den Kollegen, weiter betreuen, wachsen und gedeihen lassen – den Schulgarten, das damit zusammenhängende Inklusionsprojekt mit der Lebenshilfe-Gärtnerei, „und gern auch wieder das europäische Comenius-Projekt“, unterstreicht sie. Das grüne Klassenzimmer direkt neben der Schule soll im kommenden Frühling mit einem großen Sonnensegel ausstaffiert werden, damit auch draußen mal Unterricht stattfinden kann. Zudem gibt es im Ganztagsbetrieb neue Angebote – Sechstklässler können sich mit der französischen Sprache vertraut machen, es sind engere Kooperationen im Bereich des Laienspiels und der Kunst AG mit dem Gottfried-Arnold-Gymnasium geplant. Mit Peter Awe steht sie in engem Kontakt und macht auch keinen Hehl daraus, „dass wir uns eigentlich alle wünschen, dass er wiederkommt“. Peter Awe indes ist fasziniert von seinem neuen Umfeld. „Es ist schon eine geniale Art mit Kindern umzugehen, eine andere Pädagogik.“ Welche Entscheidung er für seinen weiteren beruflichen Werdegang fällt, wird sich erst 2015 herausstellen.

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