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Neue Ausstellung : Fundstücke an der Bahnlinie

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hans Reichert und Helga Ntephe bieten in einer neuen Ausstellung interessante Sichtweisen auf die Strecke Berlin-Bad Wilsnack

von
erstellt am 12.Mai.2014 | 23:15 Uhr

Was man entlang einer Bahnstrecke so alles entdecken kann, das führen Hans Reichert und Helga Ntephe den Betrachtern der Ausstellung „Fundstücke und Streckenbilder“ in der Kirche Groß Lüben vor Augen. Die Schau wurde am vergangenen Sonnabend eröffnet.

Die „Fundstücke“, die Hans Reichert in dokumentarischen und Helga Ntephe in künstlerisch bearbeiteten Fotos festhielten, sind allesamt der Bahnlinie zwischen Bad Wilsnack und Berlin-Spandau zuzuordnen. „Gerade wir Berliner fahren immer wieder in die Prignitz, häufig mit der Bahn, steigen in Spandau ein und in Bad Wilsnack aus. Das, was dazwischen liegt, nimmt man indes kaum wahr“, beschreibt Reichert die Motivation zu dieser ungewöhnlichen Ausstellung. Mit seinen Fotorecherchen wollte der Vorsitzende des Fördervereins Kirche Groß Lüben das ändern. Und so unternahm er an vielen Orten entlang der Strecke sogar kleine Reisen in die Vergangenheit. Denn zum Beispiel hat nicht jeder Bahnhalt mehr ein Gebäude. Selbst diesen verschwundenen Bahnhöfen spürte Hans Reichert nach. An der langen Ausstellungswand im Kirchenschiff entstand so ein Mosaik, gebaut aus zahlreichen Fotos, das ein sehr ambivalentes Bild der Zugverbindung sowie der Reisekultur von früher und jetzt zeichnet.

Nebenan hängen die Fotos von Helga Ntephe. Sie versucht damit den Blick auf die Poesie des Alltäglichen zu lenken, nimmt Sichtweisen ein, auf die man als normaler Betrachter nicht automatisch kommen würde. Helga Ntephe hatte bereits 2010 in der Wilsnacker Elbtalklinik ausgestellt und schon damals angekündigt, dass sie gern wieder mit einer Schau in die Prignitz kommen würde. Bernhard H. Behrens vom Fördervereinsvorstand informierte darüber, dass beide Ausstellungsteile zunächst in der Kirche verbleiben und der dokumentarische Part von Hans Reichert auf jeden Fall zur 675-Jahrfeier Groß Lübens vom 4. bis 6. Juli noch einmal zu sehen sein wird.

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