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Der Prignitzer

20. November 2017 | 09:04 Uhr

Flaschenpost : Fund am Elbufer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Unser Mitarbeiter Thomas Bein entdeckt Glückwunschkarte für ein Brautpaar. Antwort geht nach Magdeburg

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Vor einigen Tagen bin ich an der Elbe bei Quitzöbel entlang geschlendert, um mal zu sehen, wie sich die Situation nach den gefallenen Wasserständen der letzten Tage entwickelt hat. Mein Blick schweifte über den Fluss, über die langsam sinkende Wasserkante und erfasste eine Bierflasche, die da zwischen den Steinen lag.

Ich beachtete die Flasche zunächst kaum und wollte sie auf dem Rückweg mitnehmen. Manchmal lassen Leute ihren Müll einfach am Wasser liegen und der Fluss nimmt ihn dann eben irgendwann mit. Beim genauen Hinsehen sah ich einen Schriftzug auf der Flasche: „Flaschenpost!“

Wow! Kein Müll, sondern eine Flaschenpost. Wie alt mag sie sein, woher mag sie kommen? Neugierig bückte ich mich und griff zu. Ich öffnete die verschlossene Bierflasche und zum Vorschein kam eine Postkarte: „Hallo lieber Finder! Wir haben diese Flaschenpost am 26.07. 2014 in Schönebeck (Elbe) anlässlich der Hochzeit von Steffi und Sven verschickt. Die beiden freuen sich sehr, wenn du ihnen mit dieser Karte ein paar Grüße zukommen lässt. Vielen Dank, Flip, Nanda und Jose.“

Aha, darum geht es also. Auf der Rückseite der Karte steht die Adresse des Paares aus Magdeburg. Ich werde ihnen antworten und schreiben. Vor allem erstaunt mich dieser Zufall, denn wir haben am 26. Juli selbst unsere eigene Hochzeit gefeiert.

Flaschenpost an der Elbe kommt hin und wieder vor und ist gar nicht so selten, wie man denkt. Als Angler der oft an der Elbe unterwegs ist, weiß ich das. Deshalb sollte man eine verschlossene Flasche ruhig aufheben und nachschauen. Wer weiß, was da der Strom angeschwemmt hat. Vielleicht steckt ja sogar ein Geist darin. Und falls die Flasche leer ist, ist es Müll – den jeder ebenfalls mitnehmen und entsorgen sollte.



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