Lenzen : Führungswechsel auf der Burg

Abschied und Ankommen: Geschäftsführerin Susanne Gerstner (l.) verlässt die Burg in Lenzen. Bettina Kühnast wird ab 1. März ihre Nachfolgerin.

Abschied und Ankommen: Geschäftsführerin Susanne Gerstner (l.) verlässt die Burg in Lenzen. Bettina Kühnast wird ab 1. März ihre Nachfolgerin.

Geschäftsführerin Susanne Gerstner wechselt in die BUND-Zentrale Hannover. Bettina Kühnast führt Projekte in Lenzen fort

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28. Februar 2018, 11:00 Uhr

Heute hat Geschäftsführerin Susanne Gerstner ihren letzten Arbeitstag auf der Burg Lenzen. Sie wechselt in die BUND-Landeszentrale Niedersachsen und wird Geschäftsführerin der Naturschutzorganisation. Ihre Nachfolgerin Bettina Kühnast hat die Wochen im Februar genutzt, um die Burg und ihre vielfältigen Projekte kennen zu lernen.

Gerstner hat die Entwicklung der Burg mit erlebt und mit geprägt. Seit 2005 ist sie in Lenzen, war 2007 bei der Einweihung des Haupthauses mit Hotel und Tagungsstätte dabei. Das und die 2008 folgende Eröffnung des Gästehauses sind für sie zwei Meilensteine für die Entwicklung des Hauses gewesen.

Erst dadurch seien die Übernachtungen möglich geworden und mit ihnen das stetig wachsende Angebot an Seminaren, Tagungen, Naturerlebnisführungen. Es gelang, gesamtdeutsche Großprojekte wie das Grüne Band zum Thema Flüsse und Auen in Lenzen anzusiedeln. Das 2012 gestartete Projekt der Deichrückverlegung mit den begleitenden Forschungen gelte bis heute europaweit als ein Modellprojekt für eine lebendige Aue. Darauf aufbauend folgten weitere Naturschutzprojekte an der Elbe. Als Beispiel nennt Gerstner das 400 Hektar große Gebiet der Hohen Garbe auf der anderen Elbseite gegenüber Cumlosen. Dort entsteht ein Hochauenwald.

Häufig mit eingebettet seien touristische Angebote. Sie umfassen Führungen oder thematische Radtouren. Mit einer GPS-geführten Bibertour auf dem Elbdeich lockte die Burg Radtouristen zu einer Zeit an, als diese Art des Reisens noch in den Anfängen steckte.

„Die Geräte waren riesig und unhandlich“, erinnert sich Gerstner. Heute entwickeln sie eine GPS-Tour durch die Hohe Garbe und auch die alte Bibertour soll dem Stand der heutigen Technik angepasst werden.

Nach 13 Jahren falle das Weggehen nicht leicht, gesteht Susanne Gerstner, „aber ich finde die neue Aufgabe attraktiv, spannend und die Burg in Lenzen ist ja das größte und mit das wichtigste Objekt für den BUND Niedersachsen“. Insofern werde sie auch künftig hierher zurück kommen, es sei nur ein „halber Abschied“.

Für ihre Nachfolgerin gehe mit der Übernahme der Geschäftsführung ein beruflicher und privater Wunsch in Erfüllung. In Braunschweig aufgewachsen, in Lüneburg Bildungswissenschaften studiert, war Bettina Kühnast zunächst für den Dachverband der deutschen Nationalparks tätig. Sie unterrichtete an der Universität, „aber ich wollte zurück an die Elbe“.

Die Elbe ist der naturnaheste Strom in Deutschland, vielleicht sogar ganz Europas. Das reize sie sehr, die Natur liege ihr am Herzen. Hochwasserschutz und Auenlandschaften wieder zu aktivieren seien zwei Aufgaben mit Zukunftscharakter. „Da lässt sich noch ganz viel machen“, ist Kühnast überzeugt.

In den ersten Wochen sei es darum gegangen, die Region, Partner und die 15 Mitarbeiter kennen zu lernen. Da sie bereits zeitweilig in Lenzen wohnt, habe sie sich schnell eingewöhnen können. Ab morgen beginne dann die eigentliche Arbeit.

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