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Gefährliche Schlaglöcher auf B 189 und B 5 : Frost sprengt den Asphalt

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Slalom fahren ist derzeit auf der B 189 im Bereich Wittenberge angesagt, und auch auf der B 5 zwischen Karstädt und Groß Warnow sollten die Autofahrer abbremsen, wenn sie Schäden an Reifen und Fahrwerk vermeiden wollen.

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erstellt am 04.Jan.2011 | 05:57 Uhr

Prignitz | Slalom fahren ist derzeit auf der B 189 im Bereich Wittenberge angesagt, und auch auf der B 5 zwischen Karstädt und Groß Warnow sollten die Autofahrer abbremsen, wenn sie Schäden an Reifen und Fahrwerk vermeiden wollen.

Bis zu anderthalb Meter lang und mehrere Zentimeter tief sind die Schlaglöcher, die die kalte Witterung bislang an den Straßen hinterlassen hat. "Solche Schäden sind leider nicht ungewöhnlich, wenn der Winter mal ein richtiger Winter mit viel Schnee und hartem Frost ist", bemerkt Kerstin Finis-Keck, Bereichsleiterin West beim Landesbetrieb Straßenwesen (LS) in Potsdam.

Meist seien kleine Beschädigungen, durch die Feuchtigkeit in die Asphaltdecke eindringt, der Auslöser für die massiven Aufbrüche. "Gefriert das Wasser, sprengt es die Decke regelrecht auf", so Finis-Keck. Ein Übriges tue der Winterdienst, der durch das Schneeräumen den Oberbau zusätzlich belaste. "Noch können wir Schäden finanziell nicht beziffern, da noch gar nicht alle erfasst sind."

Die bereits registrierten Risse und Löcher sind laut Joachim Siemer, Sachgebietsleiter Straßenunterhaltung der LS-Niederlassung Kyritz, vorerst mit Hinweisschildern kenntlich gemacht. "Jetzt müssen wir die größeren Schadstellen so schnell wie möglich mit Kaltmischgut notdürftig ausbessern. Allerdings muss es dazu trocken sein, und die Temperaturen sollten über null Grad Celsius liegen", so Siemer. Finanziell seien die notdürftigen Reparaturmaßnahmen durch die Mittel, die zur Straßenunterhaltung zur Verfügung stehen, abgesichert, heißt es.

Im Gegensatz zum LS hat die Kreisstraßenmeisterei (KSM) bislang in ihrem Zuständigkeitsbereich kaum frostbedingte Schäden festgestellt. "Die Streckenkontrolleure sind natürlich angehalten, Aufbrüche zu registrieren, damit wir gegebenenfalls reparieren können", so KSM-Chef Günter Stoffers.

Für Autofahrer interessant ist vor allem, wer für Schäden haftet, die durch Schlaglöcher an Fahrzeugen entstehen. "Grundsätzlich muss der Straßenbaulastträger dafür aufkommen, denn er hat die Verkehrssicherungspflicht", erklärt Maximilian Maurer vom ADAC. "Allerdings liegt die Beweispflicht beim Geschädigten. Der muss nachweisen, dass der Schaden am Auto durch ein Schlagloch auf dieser Strecke, die zudem mangelhaft gesichert sein muss, zustande gekommen ist." Um Chancen auf Ersatz zu haben, rät der Experte, bei einem Schaden alles sofort zu dokumentieren. "Beweise sichern, am besten mit Fotos von Defekt und Schlagloch, Daten von Zeugen notieren und ein Protokoll anfertigen." Sollte der Straßenbaulastträger trotzdem nichts ersetzen, können die Beweise hilfreich sein, um den Schaden über die Vollkaskoversicherung regulieren zu lassen. "Die springt hier oft ein", so Maurer.

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