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Der Prignitzer

23. November 2017 | 10:35 Uhr

Fröbelstraße: Bürger haben Wünsche

vom

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2013 | 05:58 Uhr

Wittenberge | Das Geld ist knapp in der Stadt. Trotzdem soll der Ausbau von unbefestigten Straßen - auch wenn es dafür keine Fördermittel gibt - weitergehen, nachdem in den letzten Jahren die Prioritätenliste, die die Parlamentarier vor geraumer Zeit schon aufstellten, etwas auf Eis lag.

Schon über Jahre wollen Bewohner in der vom Bentwischer Weg abzweigenden Fröbelstraße eine befestigte Fahrbahn vor ihren Türen haben. Der Weg ist ausgefahren. Das Wasser steht in großen Pfützen. Oder noch schlimmer: Es fließt auf einem Abschnitt sogar auf vom Bentwischer Weg aus gesehen linksseitige Grundstücke. Der Grund: Die Häuslebauer auf der gegenüberliegenden Seite haben angesichts des desolaten Straßenzustands und der Löcher ihre Grundstücke aufgefüllt und erst dann gebaut. Das Bauamt hätte das damals gar nicht genehmigen dürfen, ist Joachim Pisch czala überzeugt. Das seien Fehler der Vergangenheit, die aber mit dem Straßenneubau unbedingt in Ordnung gebracht werden müssen. Das forderte er als Bewohner eines der Grundstücke in der Fröbelstraße, auf die immer wieder Regenwasser läuft, bei einer Zusammenkunft im Rathaus. Die Kommune hatte Anwohner und Interessierte eingeladen.

Im zweiten Halbjahr soll die Fröbelstraße befestigt werden. Olaf Schlünzen vom Planungsbüro Rauchenberger, die Stadtwerke und die Kommune stellten die Pläne aber schon jetzt vor (der "Prignitzer" berichtete kurz), denn noch sei man in der Entscheidungsfindung, könnten Anregungen von Bürgern einfließen, sagt Schlünzen. Familie Pischczala erwartet, wie andere Bewohner auch, dass das Problem ihrer überfluteten Grundstücke geklärt wird. Planer Schlünzen erläuterte, wie die Straßenentwässerung mit der Befestigung des Fahrdamms geregelt wird, konnte aber nicht alle Bedenken der "Wassergrundstücks"-Besitzer ausräumen.

Die Fröbelstraße ist 430 Meter lang und verläuft derzeit bis auf die Doppelkurve kurz vor der Einmündung in die Weisener Straße fast schnurgerade. Das soll sich ändern. Damit die Straße mit einer ordentlichen Fahrbahn nicht zur Piste für Raser wird, "werden wir sie versetzen und an fünf Stellen einengen", erklärte Schlünzen die Absicht der Planer, den Verkehr auf diese Art zu beruhigen, so dass keine zusätzlichen Verkehrsschilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung aufgestellt werden müssen.

Zahlreiche Fragen gab es zu den Parkmöglichkeiten. Schlünzen sage den Bewohnern, dass es aufgrund der vielen Grundstückszufahrten acht, vielleicht auch neun Stellplatzmöglichkeit geben wird. Das empfindet eine ganze Reihe von Leuten als zu wenig. Peter Keller regte an: "Die Straße sollte künftig als Einbahnstraße ausgewiesen werden." Ein Vorschlag, "den wir als Anregung aufgreifen", versicherte die stellvertretende Bauamtsleiterin Petra Lüdtke. Allerdings, so fügte Schlünzen erklärend hinzu, würde das unter dem Strich auch nicht mehr Stellmöglichkeiten bringen.

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