Sozialarbeit : Frischer Wind im Jugendclub

Jugendsozialarbeiter Patrick Zechel ist nun auch für die Jugendarbeit in der Stadt Putlitz verantwortlich.
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Jugendsozialarbeiter Patrick Zechel ist nun auch für die Jugendarbeit in der Stadt Putlitz verantwortlich.

Sozialarbeiter Patrick Zechel jetzt auch für die Jugendarbeit in der Stadt Putlitz zuständig: Seit einem Jahr ist er bereits im Amtsbereich unterwegs

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20. Juli 2015, 12:00 Uhr

Jung, motiviert, kreativ – aus Patrick Zechel sprudeln die Ideen nur so heraus. Am Sonnabend gab der 24-jährige Jugendsozialarbeiter den Startschuss für die Wiedereröffnung des Jugendclubs Putlitz. „Hier möchte ich den Schwerpunkt auf Musikpädagogik legen. Die nächste Disco ist von Putlitz weit weg. Ich stelle mir vor, dass ich hier mit den Jugendlichen Projekte in die musikalische Richtung entwickele – vielleicht sogar eine Band gründe –, Musikevents und eben Discos veranstalten“, hat Zechel Visionen, und sein Ziel ist es, in Putlitz eine Art Jugendzentrum aufzubauen, das zwei- bis dreimal die Woche geöffnet haben soll. Das sind Visionen – zu Anfang will er zumindest zusehen, dass er alle zwei Wochen den Jugendclub in Putlitz öffnen kann.

Denn der junge Mann von der Brandenburgischen Landjugend (BBL), der seit gut einem Jahr im Amt Putlitz-Berge die Betreuung der Jugendlichen übernommen hat, ist nun auch in der Stadt Putlitz dafür verantwortlich. „Wir haben seit Jahren mit der Brandenburgischen Landjugend einen Dienstleistungsvertrag was die Jugendarbeit betrifft. Jetzt haben wir diesen auf die Stadt Putlitz erweitert“, erklärt Amtsdirektor Gerd Ehrke. Denn nach der Insolvenz der gemeinnützigen GmbH für Soziales Arbeiten und Lernen in Putlitz (SAL) im Frühjahr war die Jugendarbeit in der Stadt eingestellt. Patrick Zechel weiß, dass „es hier erst einmal wieder anlaufen muss“. „Aber wenn ich das vernünftig aufziehe, werden die Jugendlichen auch wieder kommen.“

Und er muss bei seinem Vorhaben zum Glück nicht bei Null anfangen. Denn das Amt stellt die bisherigen Räumlichkeiten und das Inventar zur Verfügung. „Ich bin froh, dass die weitere Nutzung vertraglich geregelt werden konnte. Ich habe erst vor gut einer Woche erfahren, dass ich hier loslegen kann. Das ist eine große Unterstützung. Da muss ich nicht noch sehen, wo ich etwas aufbauen kann“, so der ausgebildete Erzieher mit Schwerpunkt Sozialpädagogik.

Doch Patrick Zechel ist sich bewusst, dass „es Zeit braucht, in Putlitz wieder etwas aufzubauen“. Denn der Jugendsozialarbeiter muss im gesamten Amtsbereich Angebote unterbreiten. Zudem gehören zu seinem Aufgabenbereich projektbezogene Arbeitsgemeinschaften an den Grundschulen in Berge und Putlitz. „Das macht ungefähr 60 Prozent meiner Arbeitszeit aus.“ Da bleibt nicht so viel Zeit für die Jugendarbeit in den Dörfern wie Silmersdorf, Triglitz, Teltschow-Weitgendorf, Sagast, oder Hülsebeck, wie er eigentlich möchte. Ihm schwebt da vor, mit Ehrenamtlern, die einen kleinen Obolus bekommen würden, zusammenzuarbeiten, die zumindest Öffnungszeiten absichern könnten. „Eigentlich müsste ein Jugendclub oder -raum einmal die Woche öffnen. Aber ich muss da meinen Anspruch herunterschrauben. Zufriedenstellend ist das aber nicht“, so der aus Oberkrämer stammende junge Mann, der inzwischen seit Ende 2014 in Berge wohnt. In Pirow beispielsweise läuft die Jugendarbeit bereits hervorragend. „Ich bin begeistert. Die Mädchen und Jungen sind sehr sozialkompetent. Und auch die Eltern engagieren sich dort“, sagt Zechel, der mit den Pirowern schon einiges auf die Beine gestellt hat. Derzeit ist er mit ihnen dabei, das Projekt „Zeitensprünge“ zu erstellen, in dem es um die Pirower Geschichte geht.  

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