zur Navigation springen

Jugenddorf Sigrön : Frischekur für die alte Schule

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Im Kinder- und Jugenddorf Sigrön wird gebaut: 1,4 Millionen Euro investiert der Eigentümer in das marode Hauptgebäude

Das Kinder- und Jugenddorf Sigrön wird modernisiert: Rund 1,4 Millionen Euro investiert die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ als Eigentümerin in den Umbau des Hauptgebäudes. Ende des letzten Jahres wurde mit den Bauarbeiten begonnen, bis Anfang 2015 soll der Zweigeschosser bezugsfertig sein. Die Einrichtung wolle so ihr Profil in der Heilpädagogik verstärken.

31 Kinder und Jugendliche haben im Kinder- und Jugenddorf in Sigrön sowie in den beiden Außenstellen in Wittenberge derzeit ein Zuhause. Betrieben wird die Einrichtung von der GFB (Gemeinnützige Gesellschaft zu Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher), einer Tochtergesellschaft der Stiftung. Nach dem Umbau werde die Kapazität auf 37 Plätze steigen. „Die brauchen wir auch“, sagt Einrichtungsleiterin Marina Hasstedt von der GFB. Zwei Wohngruppen mit jeweils sechs Kindern und Jugendlichen sollen künftig in dem Haus Platz finden. Für die jungen Bewohner entstehen helle Zimmer, Flure mit viel Tageslicht und großzügige Mehrzweckräume inklusive einem so genannten Snoozle-Raum, in dem ein Wasserbett und eine Wassersäule zum Entspannen einladen.

Nicht nur aus Kapazitätsgründen war eine Sanierung dringend notwendig. In den 50er Jahren bis zur Wende wurde das Gebäude als Heimschule genutzt. Später siedelte das Kinder- und Jugenddorf von seinem damaligen Standort im Sigröner Schloss auf das Gelände der alten Schule um. Seitdem hatte sich am Zustand des Hauses nicht viel verändert: Es war marode, die Zimmer zu dunkel, die Heizkosten sprengten das Budget. Weil die Räume im Erdgeschoss noch immer Klassenraum-Atmosphäre hatten, konnten sie nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.

„Wir investieren hier eine große Summe“, sagt Katrin Nikiforow, Geschäftsführerin der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“. Einerseits solle mit der Baumaßnahme ein Standard geschaffen werden, der den Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Lebensbedingungen bietet. Andererseits wolle die Stiftung eine Grundlage schaffen, damit die GFB in Sigrön ihre Angebote zukunftsfähig weiter entwickeln kann.

Solange die Arbeiten andauern, wohnen die sechs Mädchen und Jungen, die bisher in sanierungsbedürftigen Komplex lebten, im Nebengebäude. „Vorher haben wir das Haus renoviert, haben gestrichen, einen neuen Fußboden verlegt und in der oberen Etage einen Durchbruch gemacht, damit die Kinder sich hier wohl fühlen, auch wenn der Platz begrenzt ist“, sagt Marina Hasstedt. „Aber wir freuen uns schon sehr, wenn wir endlich in die neuen Räume ziehen.“ Wenn alles problemlos klappe, können die Kinder vielleicht sogar schon das Weihnachtsfest in moderner Umgebung feiern.

 

 

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 24.Apr.2014 | 15:29 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen