Friedhofshalle erhielt frischen Innenanstrich

Nicht nur äußerlich, sondern auch  im Innern ist die Friedhofshalle nun wieder  ansprechend.
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Nicht nur äußerlich, sondern auch im Innern ist die Friedhofshalle nun wieder ansprechend.

Sanierung bei laufendem Betrieb war nicht ganz unproblematisch

svz.de von
04. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Es ist geschafft, die Trauerhalle auf dem Friedhof der Rolandstadt macht wieder einen ansehnlichen Eindruck. Grau, fleckig der Anstrich, der Verlauf des Schornsteins zeichnete sich deutlich ab – diesen Anblick bot sie noch vor einigen Monaten. An die 20 Jahre war es wohl schon her, dass der Innenraum bis dahin frische Farbe sah. Die Sommermonate wurden nun genutzt, um die Friedhofshalle zu renovieren. Kein leichtes Unterfangen in zweifacher Hinsicht, räumt Pfarrer Tilmann Kuhn unverhohlen ein. Denn alles sollte und musste bei laufendem Betrieb vonstatten gehen, was von etlichen durchaus auch als störend empfunden wurde. „Es war aber äußerst schwierig, eine andere Alternative zu finden.“ Trauerfeiern in ein Zelt zu verlegen wäre zwar eine Möglichkeit gewesen. Doch sei das dem Anlass angemessen? So habe man sich für die Variante entschieden, erst das eine Seitenschiff, dann das andere und schließlich den Mittelraum neu auszumalern. Letzteres stellte auch das größte Problem da, „denn das Gewölbe ist eine Gipskonstruktion auf Drahtgeflecht“, also sehr labil. „Man kommt hier nur von unten heran“, erläutert Tilmann Kuhn die Situation. Also eine Rüstung aufbauen, was sehr kostspielig ist, oder eine Firma finden, die von unten mit Rolle dem Gewölbe zu frischer Farbe verhilft. „Es hat geklappt, wir fanden eine Malerfirma“, freut sich der Pfarrer noch im Nachhinein. Verständlich, denn so habe man doch erhebliche Kosten gespart. 60 000 bis 70 000 Euro hatte man veranschlagt, „so teuer wird es nun nicht mehr“, überschlägt Tilmann Kuhn, denn alle Rechnungen liegen noch nicht vor. Einiges wurde jetzt auch erst fertig. „Wir haben die Behänge erneuert, das Pult neu bespannt. Die Wände des Mittelteils erhielten Bodenständer für einen natürlichen Efeuschmuck, um den räumlichen Eindruck ansprechender darzustellen.“ Und auch die Sitzmatten mit Heizelementen für die Bänke sind inzwischen da. Vom alten Heizsystem im Boden habe man sich getrennt. „Da schmilzten die Schuhsohlen weg.“ Die Raumheizung allein reiche aber nicht aus, zumal die Halle nicht isoliert sei und bei Trauerfeiern die Türen immer wieder geöffnet werden.

In den 80er Jahren wurde die Hülle der Friedhofskapelle komplett saniert. „Bis auf einige kleine Stellen ist da alles in Ordnung. Der Innenbereich hingegen hatte es dringend nötig“, so Tilmann Kuhn. Mit dessen Sanierung wurde nun auch die Lautsprecheranlage auf den Stand der Dinge gebracht, fest installiert, so dass man fortan problemlos auch nach draußen den Trauergottesdienst übertragen könne.

Außer Betrieb ist inzwischen die Hebebühne für den Sarg. Und das werde auch so bleiben. „Sie entsprach zum einen den Vorgaben der Berufsgenossenschaft nicht mehr. Zum anderen wurde sie auch in ihrer Funktionalität nicht mehr genutzt. Früher wurden die Särge bis zur Trauerfeier im Keller aufbewahrt und dann hochgefahren. Heute werden sie am Tag der Beisetzung angeliefert“, erläutert der Pfarrer.

Inzwischen finden die Trauerfeiern in der renovierten Friedhofshalle statt. In diesem Zusammenhang richtet Pfarrer Kuhn ein großes Dankeschön an Dr. Ritter. Er ist Mitglied des Gemeindekirchenrates und hat sich besonders dafür engagiert, dass die Renovierung schnell über die Bühne gehen konnte. „Er ist ein Mann vom Fach. Darüber sind wir froh. Und dass er sich entsprechend eingebracht hat, dafür sind wir dankbar.“


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