Waldfriedhof ab 2014 : Friedhof im Buchenwald

Die letzte Ruhe auf einem Waldfriedhof, wie hier am Barockpark in Jersbek, ist für viele eine Alternative geworden.
Die letzte Ruhe auf einem Waldfriedhof, wie hier am Barockpark in Jersbek, ist für viele eine Alternative geworden.

Gemeinde Plattenburg ist dabei, einen Waldfriedhof einzurichten / Erste Bestattungen sollen ab Frühling 2014 möglich sein

svz.de von
20. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Seit einigen Jahren verändert sich die Bestattungskultur in Deutschland. In der Nähe des kleinen Ortes Plattenburg in der gleichnamigen Gemeinde soll künftig ein Bestattungswald entstehen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gemeindevertreter mehrheitlich auf ihrer jüngsten Gemeindevertretersitzung im nichtöffentlichen Teil. Bereits im Sommer wurde ihnen das Projekt vorgestellt. Auf mehr als neun Hektar Fläche sollen Urnen von Verstorbenen zu Füßen der großen Buchen und Eichen ihre letzte Ruhe finden. „Wir als Gemeinde werden bei der Aufsichtsbehörde beim Landkreis jetzt den Antrag stellen einen solchen Waldfriedhof einzurichten und auszuweisen“, sagt Detlef Brenning von der Plattenburger Gemeindeverwaltung. Betrieben werden soll der Waldfriedhof dann durch die Waldfriedhof Plattenburg GbR.

Nach den in Deutschland geltenden Regelungen müssen Friedhöfe ersichtlich abgegrenzt werden. Dies will man im Falle des Waldfriedhofes allerdings mit natürlichen Materialien umsetzen. Außerdem sollen Schilder an den Wegen auf den Friedhof hinweisen. Unter den alten Bäumen im Plattenburger Forst sollen künftig Urnen zur letzten Ruhe gebetet werden. An den Bäumen können kleine Namensschilder angebracht werden, die auf die hier ruhenden Verstorbenen hinweisen. Die Urnen sollen aus natürlichen Materialien bestehen, die vom Waldboden im Laufe der Zeit zersetzt werden. „Meines Wissens gibt es einen solchen Friedhof in Brandenburg noch nicht“, meint Detlef Brenning. Der Bedarf und das Interesse an dieser Möglichkeit der Beisetzung Verstorbener sei aber groß und nehme stetig zu, so die Betreiber des künftigen Friedhofes, den nicht nur Prignitzer nutzen können. Nach den Planungen der Betreiber könnten im März oder April des kommenden Jahres die ersten Beisetzungen auf dem Waldfriedhof stattfinden.

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