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Altenpflegeteam vegrößert sich : Frieda und Bea heuern bei „Johanna“ an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tierischer Zuwachs beim Pflegedienst von Jana Michaelis in Vettin / Preisgeld wurde in Alpakas angelegt

von
erstellt am 27.Aug.2014 | 22:30 Uhr

Der Pflegedienst „Johanna“ in Vettin bekam vor kurzem Zuwachs – tierischen Zuwachs: Seit rund vier Wochen leben Frieda und Bea, zwei Huacaya-Alpakas, auf dem Hof, auf dem es bereits einige Tiere gibt: Esel, Ziegen, Laufenten, Heidschnucken, Katzen und zwei Hunde. Die tiergestützte Therapie ist für Jana Michaelis, Inhaberin des Pflegedienstes, ein wichtiges Element in ihrer Arbeit.

Derzeit betreut das Unternehmen mit insgesamt elf Mitarbeitern 35 pflegebedürftige Menschen direkt vor Ort in der Pflege-WG sowie in den umliegenden Dörfern. „Johanna“ erhielt Ende 2012 den KfW-Award „GründerChampions“. Damit stach Jana Michaelis hoch gehandelte Konkurrenz aus Vorzeige-Branchen der gesamten Bundesrepublik aus. Bereits damals stand fest, dass sie die Dotierung in die Anschaffung zweier Alpakas investieren wird.

Bei einem Züchter in der Uckermark kaufte sie Frieda und Bea, zweieinhalb und drei Jahre alt. „Zwei trächtige Stuten, die im März nächsten Jahres ihre Fohlen zur Welt bringen werden“, bemerkt Jana Michaelis. Eine kleine Herde soll es in Vettin einmal werden.

Zunächst aber werden die scheuen Vierbeiner an die Menschen gewöhnt. Darum kümmert sich, neben Jana Michaelis, ihr Objektmanager Mario Hennings. Bis man die beiden also streicheln oder knuddeln kann, bis sie für Spaziergänge am Halfter bereit sind, braucht es noch Zeit und Geduld.

Momentan noch in der Warteschleife befindet sich ein weiteres Projekt der Unternehmerin: die Wiederbelebung der verlassenen Dorfgaststätte. Hier soll eine Begegnungsstätte mit Mittagstisch einziehen, überdies eine Senioren-WG. Die Bauarbeiten sollten eigentlich im März beginnen und aus Mitteln des europäischen ILE-/Leader-Fonds bezuschusst werden. „Das klappt aber leider nicht so, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte“, sagt Jana Michaelis. Nichtsdestotrotz hält sie an ihrem Vorhaben fest. Die Umsetzung werde halt nur etwas länger dauern als geplant.

Die ausgebildete Krankenschwester aus Wandlitz leitete 20 Jahre lang die Rettungsstelle des Herzzentrums Bernau und lebt seit 2009 in Vettin, wo sie Stück für Stück – in zunächst ganz kleinen Schritten – ihren ländlichen Pflegedienst aufbaute. Den Ausbau ihres Pflegedienstes möchte sie am Bedarf ausrichten und insgesamt nicht zu groß werden. Denn, wohlfühlen sollen sich nicht nur ihre Schützlinge und Mitarbeiter, sondern das möchte sie sich auch selbst.


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