Wittenberges Oldiebus : Fridolin behauptet sich ganz vorn

23-69178833.JPG

Pfiffiger Name für Wittenberges Oldiebus gesucht

23-11368044_23-66107913_1416392308.JPG von
25. März 2015, 08:00 Uhr

Fridolin, Kasimir oder Karl? Wie soll der Oldiebus des Reisedienstes Westprignitz, der immer häufiger von Touristen und Einheimischen für Touren durch Wittenberge gebucht wird, heißen? Stadtführer Jürgen Schmidt hatte die Idee, dem Oldiebus einen pfiffigen Namen zu verpassen. Denn Oldtimer allein klinge doch ziemlich langweilig, meint der gestandene Historiker und muntere Geschichtenerzähler.

Reisedienst Westprignitz, Kultur- und Tourismusbetrieb sowie der „Prignitzer“ möchten, dass Sie, Liebe Leser, mitentscheiden. Und Sie machen sehr rege davon Gebrauch. Kompliment!

Ganz vorn in Ihrer Gunst liegt der Name Fridolin. Torsten Müller beispielsweise findet ihn passend und erwähnt, dass er mit dem Oldie schon mal eine Ausfahrt machen durfte. Roswitha Lüdemann, Monika Wilke und Gerda Steinicke finden Fridolin ebenfalls passend für das blaue Gefährt, Baujahr 1965.
Wolfgang Bierwirt hingegen schlägt Karl vor. Der Name erinnere ihn an seinen Schwiegervater, der so hieß, erzählt Bierwirt. Er sei ein sehr sympathischer Mann gewesen. Verständlich, dass sich auch Ehefrau Karin für Karl ausspricht. Dieser altdeutsche Vorname hat weitere Anhänger. Eva-Annelie Polster-Menzel und Walter Menzel votieren für ihn, ebenso Wanda Hoppe. Sie beteiligt sich von Perleberg aus an unserer Umfrage. Aus Perleberg hat sich auch Christina Heinrichs zu Wort gemeldet. Ihr Favorit ist aber Fridolin.

Aus Berge kam gestern ein Anruf von Peter Steinacker. „Wir haben uns im Familienkreis für Fridolin entschieden.“ Warum? „Das klingt im Ohr am besten, waren wir uns einig.“

Auch Waltraud Neuenfeld aus Bad Wilsnack schlägt für den Oldiebus den Namen Fridolin vor. Die Kurstädterin hat, wie auch zahlreiche andere Leser, ihre Postkarte an die Redaktion noch österlich liebevoll verziert.

Christina Weiß äußert sich per Mail: „Bitte, bitte „Karl“, dann haben wir nämlich auch mal was Bewegliches als ,Großes’ (Karl der Große).“

Nach der gestrigen Auszählung der knapp 60 Stimmen zeigt sich deutlich: Fridolin behauptet seine Spitzenposition, mit einem Unterschied von neun Stimmen auf Karl. Leider weit abgeschlagen Kasimir. Aber noch bis Freitag können Sie sich an unserer kleinen Umfrage beteiligen. Vielleicht holt ja Kasimir noch auf.

Auch Stadtführer Jürgen Schmidt hat einen Namensfavoriten. „Aber den verrate ich nicht. Ich will ja niemanden beeinflussen“, sagt der Stadtführer, für den der Oldiebus schon fast zur zweiten Heimat geworden ist, lachend und fügt dann noch hinzu: „Ich kann aber mit allen drei Vorschlägen gut leben. Jeder ist auf seine Art etwas Besonderes.“

Auch in diesem Jahr wird der blaue Oldie häufig auf Wittenberger Straßen zu sehen sein. „16 Touren sind bei mir jetzt schon fest gebucht“, sagt Schmidt, der als Wittenberger Nachtwächter dann wieder Historisches und pikante Histörchen ausplaudert.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen