Freiwillige Haushaltssicherung

Kämmerin empfiehlt Fortsetzung der Sparmaßnahmen über 2018 hinaus

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13. März 2018, 18:05 Uhr

„Die Haushaltslage der Gemeinde ist nach wie vor angespannt“, so Kämmerin Sabine Kadasch. Zwar könne der Haushaltsausgleich insgesamt erreicht werden, aber im ordentlichen Ergebnis entsteht ein Defizit von 12 900 Euro. „Durch einen Überschuss von 15 500 Euro im außerordentlichen Ergebnis zeichnet sich zum Jahresende ein knapper positiver Finanzmittelbestand ab, ist der Etat insgesamt ausgeglichen“, gibt die Kämmerin im Finanzausschuss ihre Einschätzung zur Situation.

Es gebe noch viele Faktoren, die den Haushalt negativ beeinflussen könnten. So läge für die Kreisumlage bisher nur ein vorläufiger Bescheid für das laufende Jahr vor. Ebenso gebe es noch keine eindeutigen Zahlen über die Schlüsselzuweisungen vom Land. Für die vom Landkreis beabsichtigte Erhöhung des Mindesteinkommens für die Zahlung der Elternbeiträge bei den Kita-Gebühren fehlten noch klare Aussagen. Skeptisch ist Sabine Kadasch auch bezüglich der Auswirkungen des beitragsfreien letzten Kita-Jahres, das im August umgesetzt werden soll, auf den Haushalt.

Hauptamtsleiterin Gabriele Jekal hingegen ist vorsichtig optimistisch. „Zwar werden wir einen Differenzbetrag zwischen Landeszuweisung und tatsächlichen Kosten pro Kind haben“, sagt sie auf „Prignitzer“-Anfrage, „dennoch sehe ich es nicht so dramatisch wie unsere Kämmerin. Wir müssen die entsprechenden Richtlinien abwarten.“

Auf Grund der weiterhin angespannten Finanzlage legt Sabina Kadasch den Abgeordneten nahe, freiwillig ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen. Sowohl im Finanz- als auch im Hauptausschuss wurde dem einstimmig zugestimmt.

Der Haushaltsplan für das laufende Jahr sieht im Ergebnishaushalt ordentliche Erträge von 8,59 Millionen Euro und ordentliche Aufwendungen von 8,6 Millionen Euro vor. Im Finanzhaushalt stehen 8,2 Millionen Euro Einnahmen 8,6 Millionen Ausgaben gegenüber. Zur Gemeindevertretersitzung am heutigen Donnerstag erhalten die Abgeordneten noch einen veränderten Stellenplan. „Auf Grund von Krankheit und Frühverrentung wollen wir drei oder vier Azubis in den Kitas einstellen“, informierte Sabine Kadasch.

Auch der Haushalt für das laufende Jahr passierte beide Ausschüsse und muss nun in der Gemeindevertretung abschließend beraten werden.

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