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Ehrenamt Feuerwehr : Freier Eintritt: Bonus für Kameraden angeregt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Aufwandsentschädigung für Aufgabenträger in den Perleberger Wehren einstimmig beschlossen

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Einstimmig votierte die Stadtverordnetenversammlung für die Satzung zur Gewährung von Aufwandsentschädigungen für Kameraden der freiwilligen Feuerwehren in Perleberg. Bereits im Februar versuchte der damalige Bürgermeister Fred Fischer die Satzung als Tischvorlage durchzubringen. Die Stadtverordnetenversammlung stellte sie zurück. Die Mitglieder sahen keine Notwendigkeit, einen Punkt, wo es um Geld gehe, als Tischvorlage zu behandeln. Ihnen fehlten zudem entsprechende Vergleichszahlen.

Bis dato lag die Aufwandsentschädigung bei insgesamt 6000 Euro. Festgesetzt wurden der Betrag noch zu Zeiten der D-Mark und dann nur in Euro umgerechnet. Jetzt wurde sie den neuen Gegebenheiten angepasst. Inzwischen habe man die Satzung noch einmal überarbeitet, ist von Uwe Schleich, zuständig für den Brandschutz bei der Stadt, zu erfahren. Der Grund: Zuvor habe man sich zwar mit den Nachbarkommunen konsultiert, doch in jedem Amt seien die freiwilligen Feuerwehren anders strukturiert, gebe es eine andere Aufgabenverteilung. So könne man diese Satzungen nicht einfach übernehmen, betont Schleich.

Die neue Satzung habe man der Kommunalverfassung des Landes angelehnt, die auch die Möglichkeit biete, den Mehraufwand der Aufgabenträger, sprich Funktionsträger wie Jugend- und Gerätewarte, Fachberater, Wehrführung, entsprechend auszugleichen. Zudem sei das eine Motivation für jene.

Auf die Frage, warum nicht jeder Kamerad eine Entschädigung erhalte, sagte Stadtwehrführer Thomas Gäde gegenüber dem „Prignitzer“, dass es sich hier um ein Ehrenamt handle und dieses auch als solches gesehen werden müsse. Mit der Aufwandsentschädigung werde Arbeit honoriert, die über die eines Kameraden der Wehr hinaus ginge.

Angeregt wurde von Jan Domres (Linke), über eine Regelung, angelehnt an den Sozialpass, nachzudenken, die allen Kameraden preiswerteren oder kostenfreien Zutritt zu Einrichtungen der Stadt wie Museen oder Schwimmbad bzw. zu Veranstaltungen ermöglicht. Bürgermeisterin Annett Jura verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass man die Anregung, die bereits im Finanzausschuss geäußert wurde, aufgegriffen habe und hier eine im Rahmen des RWK abgestimmte Lösung anstrebe. Man sei dabei zusammenzutragen, welche Einrichtungen man sich vorstellen könne.  

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