Perleberg : Freie Wähler formieren sich

Mit diesem Plakat machen die Freien Wähler Perleberg auf die Veranstaltung am 13. Oktober in der Rolandhalle aufmerksam.
Mit diesem Plakat machen die Freien Wähler Perleberg auf die Veranstaltung am 13. Oktober in der Rolandhalle aufmerksam.

Perleberger Gruppe tritt der Landesvereinigung bei und ruft Interessierte zur Teilnahme an einer Veranstaltung am 13. Oktober auf

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09. September 2015, 08:00 Uhr

Das Votum war deutlich: Die Freien Wähler Perleberg haben sich der „Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler“ (BVB/ Freie Wähler) angeschlossen. Kürzlich hatten sich 20 der insgesamt 60 Sympathisanten und Mitglieder im „Paradies“ getroffen, nächste Ziele besprochen. Als Gast nahm daran Péter Vida teil, der Landesvorsitzende der Freien Wähler. Die Perleberger Gruppe votierte einstimmig dafür, sich der BVB Freie Wähler anzuschließen.

Erst vor wenigen Wochen am 5. August hatte sich die Vereinigung der Freien Wähler Perleberg – ein Zusammenschluss Gleichgesinnter, hervorgegangen aus der Bürgerinitiative gegen die Kreisgebietsreform, gegründet. Einen sehr wichtigen Termin haben die Mitglieder bereits im Visier: den 13. Oktober. An diesem Abend wird Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in der Rolandhalle zu Gast sein. Thema ist die Kreisgebietsreform. Unter dem Motto „Kreisgebietsreform Nein Danke!“ soll am gleichen Tag eine Veranstaltung stehen, zu der die Freien Wähler Perleberg ab 16 Uhr – ebenfalls an der Rolandhalle – interessierte und engagierte Bürger einladen. „Kommt die Kreisgebietsreform, bleibt Perleberg keine Kreisstadt“, so der Tenor der Perleberger Freien Wähler.

Die BVB lehnen eine solche Reform generell ab, wie Péter Vida in einem Gespräch mit dem „Prignitzer“ verdeutlicht. Damit würden anonyme und zu große Strukturen geschaffen, in denen perspektivisch lokale Wählergruppen oder auch parteilose Vereinigungen kaum eine Chance hätten. „Davon profitieren ausschließlich die etablierten, großen Parteien. In Mecklenburg-Vorpommern ist es so gelaufen“, erläutert Vida. Die Identifikation mit den lokalen Vertretern, die man vor Ort kennt, bleibe in solchen Kreis-Gebilden und Kreistagen auf der Strecke.

Sich besser zu organisieren, bekannter zu werden und dann auch in die Politik einzusteigen, ist ein weiteres Ziel der Freien Wähler Perleberg. „Genau da wollen wir hin. Unser Ziel ist es, einen beziehungsweise zwei Kandidaten in die neue Stadtverordnetenversammlung zu bekommen. Zwei sind natürlich besser, da können wir eine eigene Fraktion bilden. Auch eine Kandidatur für den Kreistag ist nicht abwegig. Um das zu schaffen, muss man uns kennen. Und vier Jahre sind schnell vorbei“, bekräftigte Rainer Harms vor kurzem in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Weitere Mitstreiter sind natürlich ebenfalls jederzeit willkommen. Die nächste Zusammenkunft soll morgen im „Deutschen Kaiser“ stattfinden. Für die Veranstaltung am 13. Oktober an der Rolandhalle wird mit auffälligen Plakaten geworben. Jeder, der sich angesprochen fühlt, kann an diesem Nachmittag gern dazukommen, so Rainer Harms.

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