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Autobahnbau : Freie Fahrt über Löcknitzbrücke

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

A 14-Arbeiten im Raum Karstädt liegen im Zeitplan / Bis Jahresende wird die Verkehrsfreigabe erfolgen

Auf neuer Trasse verläuft die B 5 im Bereich Karstädt/Groß Warnow seit wenigen Tagen an den Stellen, wo die Bundesstraße die im Bau befindliche A 14 kreuzt: Noch vor Weihnachten wurde die Brücke über den A 14-Einschnitt vor Groß Warnow für den Verkehr frei gegeben. Seit der zweiten Januarwoche fließt der B 5-Verkehr auch über die neue Löcknitzbrücke bei Karstädt.

Gewöhnungsbedürftig für die Kraftfahrer sind die großen Kreisel vor und hinter der Brücke. Richtig und wichtig ist, dass die Strecke zwischen den Kreiseln einschließlich A 14-Unterführung und Löcknitzbrücke auf eine Geschwindigkeit von 70 bzw. 50 Kilometer pro Stunde begrenzt wurde. Denn dieser Bereich ist aufgrund der Kurvenführung eingeschränkt übersichtlich und damit nicht ungefährlich.

Die alte Löcknitzbrücke wird gegenwärtig abgerissen. Den Auftrag dazu erteilte die Firma Bunte als einer der Hauptauftragnehmer der Eggers Umwelttechnik GmbH aus Wittenberge. Mit dem Brückenabriss und dem Rückbau eines Teilstücks der alten B 5 besteht nun Baufreiheit für den Weiterbau der insgesamt 200 Meter langen A 14-Löcknitzquerung.

Während die Arbeiten an der freien Strecke aufgrund der Witterung weitgehend ruhen, wird an den Brücken (insgesamt 17 Bauwerke) weiter gearbeitet. Wo technisch notwendig, zum Beispiel für Abdichtungsarbeiten, wird die Baustelle mit einem Zelt überdacht. Voll im Gange sind auch die Arbeiten an der Grünbrücke zwischen Garlin und Groß Warnow. Sie soll mit einer Nutzbreite von 50 Metern die A 14 und B 5 überspannen und einen Wechsel von Rot-, Reh- und Schwarzwild ermöglichen.

Angestrebt wird, ab dem Frühjahr alle Straßen, die die A 14 queren, in Betrieb zu nehmen, damit durchgängig an der freien Strecke gearbeitet werden kann. Das heißt, dass dann alle Brücken soweit nutzbar sein sollen. Auch die an der Anschlussstelle Karstädt, hier bindet die L 13 von und nach Stavenow/Mankmuß an.

Die Landesstraße muss auf etwa einem Kilometer neu trassiert werden. Etwas später fertig wird voraussichtlich die Brücke zur Anbindung von Neu Pinnow. Bis zu ihrer Freigabe können die Anwohner eine befestigte Querung des A 14-Baufelds nutzen. Wie von der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau GmbH) zu erfahren war – sie plant für den Bund Bundesfernstraßenprojekte Deutsche Einheit und ist für deren Durchführung verantwortlich–, soll der elf Kilometer lange A 14-Abschnitts Ende 2015 frei gegeben werden. Allerdings nur bis Groß Warnow.

Hier klafft eine elf Kilometer lange Lücke, so dass Verkehrsteilnehmer erst einmal wieder die B 5 bis zur Anschlussstelle Grabow nutzen müssen, um hier auf die A 14 in Richtung Schwerin-Wismar zu gelangen. Die europaweite Ausschreibung des A 14-Bauabschnitts Groß Warnow-Grabow erfolgte bereits im Bundesanzeiger, so dass interessierte Unternehmen die Bauunterlagen anfordern können. Bauvergabe und Baubeginn soll im Frühsommer 2015 sein, die Fertigstellung ist für Ende 2017 anvisiert.

Offen ist dagegen immer noch, wann das Teilstück Wittenberge-Karstädt gebaut werden kann. Wie der „Prignitzer“ bereits berichtete, ist die Trassenführung bei Bentwisch immer noch unklar. Zwei Varianten seien in der Prüfung, einen Zeitpunkt für eine Planfeststellung oder gar einen möglichen Baubeginn könne das Verkehrsministerium nicht benennen, hieß es.

Für die Elbbrücke könnte im Frühjahr 2016 ein Planfeststellungsbeschluss vorliegen.  

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