Perleberg : Fontane und die Prignitz

Die berühmte von Quitzow-Familie und ihre Stammburg interessierten Theodor Fontane, als er im Mai 1887 Quitzöbel besuchte.

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08. Februar 2019, 11:48 Uhr

Die berühmte von Quitzow-Familie und ihre Stammburg interessierten Theodor Fontane, als er im Mai 1887 Quitzöbel besuchte. Nachzulesen ist dies im fünften Band der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, der unter dem Titel „Fünf Schlösser“ zwei Jahre später erschien. Die Geschichte der Familie, die den Ort und das Gut bis Anfang des 17. Jahrhundert besaß, steht im Mittelpunkt eines Kapitels.

Dennoch bleibt die Prignitz weitestgehend unerwähnt in Fontanes Standardwerk. Der Frage, warum das so ist, stellt sich nun am 11. Februar der renommierte Germanist und Fontane Forscher Prof. i.R. Hubertus Fischer. Aus Anlass des 200. Geburtstages Theodor Fontanes hat das Stadt- und Regionalmuseum Fischer eingeladen. Er eröffnet die Jahresvortragsreihe des Museums und spricht ab 19 Uhr über „Fontane und die Prignitz – eine Leerstelle“.

Als nach dem Fall der Mauer vor 30 Jahren nun auch entlegene Gegenden Brandenburgs mehr zum Ziel touristischer Unternehmungen wurden, druckte eine große Berliner Tageszeitung das Foto eines märkischen Schlosses, das, wie es die Bildunterschrift bedauerte, von Theodor Fontane nicht beschrieben worden sei. Der Verfasser der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, wird bis heute als Kronzeuge und zuverlässige Autorität angerufen, wenn es ums Brandenburgische geht. Sein 200. Geburtstages wird Anlass sein, dieses Standardwerk Fontanes im Gepäck vieler Brandenburg-Besucher zu finden. Doch die Prignitz fehlt, wie übrigens auch die klassischen brandenburgischen Landschaften der Altmark, der Uckermark und der Neumark. Lag die Prignitz zu weit vom Schuss? Boten ihm „Land und Leute“ der Prignitz zu wenig Stoff, um ihr wie der Grafschaft Ruppin, dem Oderland, dem Havelland oder auch dem Spreewald einen Band zu widmen. Ein weißer Fleck, eine Leerstelle gar? Antworten gibt am Montag im Museum.

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