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Arbeitslosigkeit sinkt weiter : Fokus auf Qualifizierung und Integration

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Agentur Neuruppin stellte Entwicklungen am Prignitzer Arbeitsmarkt 2016 vor und gab einen Ausblick auf 2017.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2017 | 12:00 Uhr

„Der Arbeitsmarkt in der Prignitz war im Jahr 2016 durch eine robuste Entwicklung gekennzeichnet. Die Unternehmen haben mehr Personal nachgefragt“, bilanzierte jetzt Cornelie Schlegel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Neuruppin. Gemeinsam mit Gordon Werber, Geschäftsführer des Jobcenters Prignitz, und Christian Müller, stellvertretender Landrat, stellte sie die Jahresstatistik 2016 vor. Alle drei waren sich einig, dass es „keine Überraschungen“ gäbe.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis Prignitz weiter gesunken, aber es reicht nicht, um bei der Quote die Zehn-Prozent-Marke zu unterschreiten. Die Quote betrug zum Jahresende 10,6 Prozent. 4308 Menschen sind derzeit auf der Suche nach Beschäftigung. Gestiegen sei, so Schlegel, die Zahl der Arbeitslosen in der Personengruppe Jüngere 15 bis unter 25 Jahre. Schlegel: „Unter den Flüchtlingen, die in die Prignitz gekommen sind, sind viele junge Erwachsene. Denen möchten wir gemäß ihren Fähigkeiten den Start in unsere Gesellschaft mit einem Arbeitsplatz ermöglichen.“ Jedoch scheitere es häufig an zwei Punkten: fehlender Bildungsabschluss und an mangelnden Deutschkenntnissen. Damit sich die Neu-Prignitzer im Alltag zurecht finden, bietet die Agentur Integrationskurse an. „Wir versuchen, die Kurse möglichst zeitnah zu besetzen. Um die Wartezeit zu verringern, beschäftigen wir die Flüchtlinge in Ein-Euro-Jobs, wo sie die deutsche Arbeitswelt kennen lernen können und mit unserer Sprache in Kontakt treten“, erklärte Schlegel.

Die Zahl der offenen Stellen steige weiter an. 2037 wurden bis Jahresende gemeldet. Besonders gute Jobaussichten bestehen nach wie vor in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz sowie verarbeitendes Gewerbe.

Gordon Werber, Geschäftsführer des Jobcenter Prignitz, gab einen Ausblick ins Jahr 2017 gemäß dem neuen Leitbild: „Wir werden den Fokus auf die Qualifizierung von Fachkräften legen und auf die Integration von Flüchtlingen.“ Letzteres „werde Zeit brauchen, aber nicht am Geld scheitern“, so Werber. Auch werde im Juni die elektronische Akte im Jobcenter eingeführt. „Dann verschwinden die Papierstapel von den Schreibtischen“, sagte Werber. Vorteile der Digitalisierung seien, dass die Kundendaten „jederzeit und überall verfügbar sind, so dass sofort Auskünfte erteilt werden können“.

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