Förderverein: "Wir machen weiter!"

<fettakgl>Baulich vollendet wurde</fettakgl> das Kirchturmspitzenprojekt am 12. Oktober 2012.  Rund zehn Jahre hatte sich der Förderverein dafür engagiert. <foto>Felix Alex</foto>
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Baulich vollendet wurde das Kirchturmspitzenprojekt am 12. Oktober 2012. Rund zehn Jahre hatte sich der Förderverein dafür engagiert. Felix Alex

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17. März 2013, 06:03 Uhr

GroSS Lüben | Seit dem 12. Oktober vergangenen Jahres thront die Spitze wieder auf dem Groß Lübener Kirchturm. Das Satzungsziel des Fördervereins Kirche Groß Lüben war mit diesem Schritt erfüllt. Dennoch wird der Verein in Zukunft fortbestehen. Darauf einigten sich die Mitglieder auf ihrer Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Mit einem neu gewählten Vorstand startet der Verein in eine ungewisse Zukunft.

Hans Reichert heißt der neue Mann an der Spitze des 32 Mitglieder starken Vereins. Der Berliner kennt seinen Vorgänger und Freund Bernhard Behrens seit Jahren, und "war schon lange beeindruckt von dem Projekt", wie er sagt. Reichert tritt in große Fußstapfen: Behrens hat sich seit Vereinsgründung im Jahr 2003 unermüdlich für den Wiederaufbau der Kirchturmspitze engagiert, ohne ihn säße die Spitze heute wohl nicht auf dem Turm. Jetzt sei es an der Zeit, kürzer zu treten. "Das Ziel haben wir erreicht, jetzt möchte ich mich anderen Aufgaben widmen", machte Behrens deutlich. Er wolle dem Vereinsvorstand jedoch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der besteht neben Hans Reichert aus der stellvertretenden Vorsitzenden Katharina Gerike, Kassenwart Dieter Heusmann sowie den beiden Kassenprüfern Birgit Roesch und Andreas Bockler.

Im Laufe des Jahres wolle der Verein ein neues Satzungsziel definieren. Wie das genau aussehen soll, ist noch nicht ganz klar. Zuvor jedoch muss das Projekt Kirchturmspitze abgeschlossen werden. Noch sind Schulden in Höhe von 15 000 Euro an die Kirchengemeinde zu begleichen. Die nächste Vereinsaufgabe wird es also sein, mit Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen diese Summe zusammenzubekommen. Geplant ist für den 13. April ein Dankgottesdienst für das Projekt, unter anderem mit dem Chor "Wilsnack Cantabile". Daneben soll der Fotowettbewerb ausgewertet werden, zu dem der Verein aufgerufen hatte. Außerdem will sich der Förderverein am Tag des offenen Denkmals am 8. September beteiligen, am 15. September folgt ein Kirchenkonzert mit einem Blockflötenensemble. "Angesichts dessen, was wir schon erreicht haben, wird es nicht schwer werden, dieses Geld auch noch aufzubringen", gab sich Doris Weiß optimistisch. Fraglich ist indes, ob der Verein auch weiterhin so mitgliederstark bleibt. Neuzugänge gebe es nicht, für einige Mitglieder sei mit dem erreichten Ziel die Vereinsarbeit beendet. Einen Austritt habe es bereits gegeben.

Behrens zeigte sich dennoch erfreut, dass es nun auch ohne ihn weitergehen wird: "Hätte sich kein neuer Vorstand gefunden, hätten wir den Verein auflösen müssen", sagte er. In diesem Fall hätte er sich für einen Kulturverein stark gemacht und mit diesem den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Angriff genommen. "Mit dem Förderverein ist das aber nicht möglich, da dieser ausschließlich zu Kirchenzwecken dienen darf."


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