Wittenberge : Fördergeld für die weiße Villa

weiße villa

Kreiskrankenhaus als Eigentümer kann noch keine endgültige Aussage über Zukunft der Leerimmobilie treffen.

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30. Juni 2016, 04:45 Uhr

67  000 Euro will laut einer Mitteilung der Bund aus seinem Denkmal-Sonderprogramm VI für die weiße Villa an der Ecke Perleberger Straße/Mozartstraße bereitstellen. Das Fördergeld sei für die Geschäftsführung des Kreiskrankenhaus gGmbH Ansporn, sich intensiv um eine Eigennutzung des ihr gehörenden Gebäudes zu bemühen, reagiert Geschäftsführer Karsten Krüger auf diese Nachricht.

Er sagt aber auch, dass mit dem Förderzuschuss längst nicht alle Probleme gelöst seien. Denn der Sanierungsbedarf des seit Jahren ungenutzten Hauses liege nach Schätzungen bei knapp einer Million Euro. „Wir freuen uns natürlich, wenn das Denkmalgeld fließt. Noch liegt uns allerdings der Fördermittelbescheid nicht vor, wir wissen damit nicht, wie hoch unser Eigenanteil ist, welche Bedingungen zu erfüllen sind.“ Das Geld soll nach ersten Informationen der Kreiskrankenhausgeschäftsführung in die Außenhülle des Gebäudes fließen. Das Haus steht unter Denkmalschutz und ist nach Einschätzung von Fachleuten stadtbildprägend. Geschäftsführer Krüger sagt: „Das Problem ist die Nutzung der Villa, die sich ja in unmittelbarer Nähe unseres Seniorenpflegezentrums in der Krausestraße befindet.“ Deshalb sei definitiv noch keine Entscheidung gefallen, „ob wir das Gebäude behalten oder es veräußern“. Angesichts der Fördermittel ist Krüger aber davon überzeugt, „dass wir sehr kurzfristig eine Entscheidung treffen“.

Auf die „Prignitzer“-Frage, ob es überhaupt reale Chancen gebe, die Villa bei diesem hohen Investitionsbedarf zu verkaufen, räumt Krüger ein, dass es sicher nicht ganz einfach sei, „aber wir sind mit zwei Interessenten im Gespräch“.

Zur Eigennutzung durch die Kreiskrankenhaus gGmbH sagte Krüger, die Geschäftsleitung müsse eine Lösung finden, mit der die Investitionen refinanzierbar seien. Nur dann ist der finanzielle Aufwand zu rechtfertigen. „Denn in erster Linie sind wir ein Krankenhaus und haben uns um die Versorgung von Patienten zu kümmern.“ Die Ideen bei einer Eigennutzung durch das Krankenhaus gehen in Richtung Wohnungen im Obergeschoss und öffentliche Nutzung in der unteren Etage.

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