Koch-Meisterschaft : Flusskrebs, Lamm, Limette

Simeon Sievert, Koch-Azubi im 1. Lehrjahr, mit der Urkunde und dem Pokal.
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Simeon Sievert, Koch-Azubi im 1. Lehrjahr, mit der Urkunde und dem Pokal.

OSZ-Kochmannschaft belegt Platz zwei bei der Landesmeisterschaft der Azubis

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09. Dezember 2014, 18:25 Uhr

Es hing, wie so oft im Leben, an Kleinigkeiten. Die Ananas für die Dekoration war ein bisschen angebrannt, die Creme lief etwas auseinander und die Ragoutwürfel hätten etwas kleiner sein dürfen. So kamen 1,5 Punkte Differenz zustande, die die vier Kochazubis, die die Mannschaft des OSZ ins Rennen um die Landesmeisterschaft schickte, vom ersten Paltz trennten.

„Wir haben uns schon ein bisschen geärgert“, sagt Simeon Sievert, Koch-Azubi im ersten Lehrjahr im Hotel ambiente Bad Wilsnack und Nesthäkchen der Mannschaft. „Aber die Mannschaft hat wirklich toll zusammengearbeitet, wir haben sogar ein extra Lob für den saubersten Arbeitsplatz bekommen.“

Sievert war als Nummer vier der Mannschaft zwar „nur“ für Hilfsarbeiten zuständig – spülen, die Uhr im Auge behalten, den anderen etwas zu Trinken reichen. Dennoch sei jeder im Team wichtig, sagt Ausbilderin Annegret Sommer. „Wenn sich einer der drei anderen verletzt hätte, hätte Simeon sofort einspringen müssen. Er musste genauso im Stoff stehen, auch auf der Ersatzbank gibt es kein Ausruhen.“

Mit den Leistungen ihrer Schützlinge ist sie auch angesichts des zweiten Platzes zufrieden. „Unser Team hat sehr professionell gearbeitet. Zwar hätten wir die Chance gehabt, während des fünfstündigen Kochmarathons einmal dazu zu kommen und kleine Hinweise zu geben, aber das haben wir gelassen. Wir hätten da nur gestört.“ Die Disziplin sei laut Sommer auch eine Folge der mäßig erfolgreichen Generalprobe. „Die haben wir sehr kritisch ausgewertet, und es scheint gefruchtet zu haben.“

Dass es nicht zu Platz eins gereicht hat, sei schade, da sind sich Lehrerin und Azubi einig. „Aber geschmeckt hat es trotzdem, und der kleine Punktevorsprung der Sieger vom Berliner OSZ zeigt, dass wir auch gut waren“, sagt Simeon.

Kritisch sieht Annegret Sommer die Beteiligung – neben den Wittenberger und Berliner OSZ-Schülern waren nur noch Azubis aus dem Kreis Dahme-Spree angetreten. „Das war mal deutlich besser.“

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