zur Navigation springen
Der Prignitzer

17. November 2017 | 18:53 Uhr

Hintergrund : Flucht vor den Mördern

vom

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2015 | 17:46 Uhr

Seit Mitte 2004 stellt Help die Wasserversorgung für rund 12 000 sudanesische Flüchtlinge im Lager Am Nabak und für 1500 Menschen der benachbarten Siedlung Am Nabak im Tschad sicher. Von den Flüchtlingen sind 80 Prozent Frauen und Kinder.

Auch wenn es inzwischen auf dem Papier einen Friedensvertrag zwischen Tschad und Sudan gibt, der auch die Situation in der  westsudanesischen Region  Darfur berücksichtigt, ist eine Rückkehr dieser Menschen in ihre Heimatregionen nach wie vor nicht möglich. Zu groß ist die Angst, im Darfur wieder Opfer von Gewalt und Plünderungen zu werden. Die Flüchtlinge müssen weiterhin im Flüchtlingslager ausharren und sind von der Unterstützung durch Hilfsorganisationen wie Help abhängig.

2003 eskalierte die Situation im Sudan, als regierungsgestützte Reitermilizen, die sogenannten Janjaweed, über die Dörfer der Darfur-Region herfielen, Häuser plünderten, die Felder zerstörten und das Vieh raubten. Am schlimmsten waren jedoch die Gräueltaten an der Bevölkerung. Die Milizen verschleppten, vergewaltigten und ermordeten Frauen, Männer und Kinder. Mehr als 300000 Menschen starben. Den Überlebenden blieb nur die Flucht in den Tschad.

Heute stellt Help nicht nur die Wasserversorgung im Lager Am Nabak sicher, sondern baut Solarpumpen, stattet Krankenhäuser und Gesundheitsstationen aus und arbeitet an langfristigen Projekten für eine nachhaltige Wasserversorgung. So wurden auch Flussschwellen in trockenen Flussbetten gebaut.

Die Projekte im Tschad werden finanziert durch das Auswärtige Amt, die Europäische Kommission, das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung  und den Verein ZF Hilft (ZF Friedrichshafen).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen