Besonderer Ausflug : Fliegen zum Grundschulabschluss

Startcheck für Raimon durch Steffen Weier. Vorn: Pilotin Babette Demgensky.
Startcheck für Raimon durch Steffen Weier. Vorn: Pilotin Babette Demgensky.

Sechstklässler der Juri-Gagarin-Grundschule Groß Pankow stiegen in den Segelflieger und hoben ab

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09. Juni 2017, 11:38 Uhr

„Unsere Schule trägt den Namen „Juri Gagarin“, so Ronald Demgensky, Klassenlehrer der 6. Klasse an der Groß Pankower Grundschule. „Da spielt das Thema Fliegen immer wieder eine Rolle. Und seit fünf Jahren ist der Besuch auf dem Segelflugplatz im Pritzwalker Ortsteil Kammermark der krönende Abschluss für die jeweilige 6. Klasse.“ Schon lange freuen sich die Schüler auf diesen Tag. Und je näher er rückt, desto aufgeregter werden sie, wie sie dem „Prignitzer“ erzählten. Dominik sagt, dass die letzte Nach für ihn eine schlaflose gewesen sei.

Von den 21 Schülern, die die 6. Klasse besuchen, sind 18 am Mittwoch auf dem Flugplatz, um mit einem der drei für sie bereitgestellten Segelflugzeuge in die Luft zu gehen. Das Gros von ihnen hat noch nie in einem Flugzeug gesessen, so dass es für sie eine Premiere ist.

Kurz nach 10 Uhr ist es für die ersten beiden soweit: Thea und Niklas nehmen hinter dem Piloten Platz, wo sonst die Flugschüler sitzen. Zuvor bekommen sie einen Fallschirm angelegt. Im Flugzeug werden sie von den Helfern Stephan Bergmann bzw. Steffen Weier angeschnallt, erhalten technische Informationen und letzte Hinweise. Dann wird das Seil eingeklinkt, und die Winde zieht den ersten Segler unter dem Jubelschrei der auf dem Boden Verbliebenen in die Luft. Mit dem bloßen Auge oder mit einem Fernglas verfolgen die Groß Pankower Schüler den Flug. Kurze Zeit später steigt auch Niklas’ Flugzeug in den Himmel.In der Zwischenzeit gibt es den Startcheck für die nächsten „Co-Piloten“.

Als Thea und Niklas wenige Minuten später wieder landen, sind sie von ihrem ersten Flug begeistert. Thea hat Fotos gemacht und den Blick auf die Landschaft genossen. „Es war cool“, meint Niklas auf die Frage seiner Klassenkameraden, wie es denn gewesen sei. „Der Start hat sich komisch angefühlt. Aber oben war es einfach cool.“

Ihm geht es an diesem Vormittag wie vielen seiner Klassenkameraden: Sie wollen gern noch einmal starten.

Babette Demgensky ist Pilotin in einer der drei Maschinen. Von ihr ist zu erfahren, dass sie in einer Höhe von 400 bis 450 Metern fliegen. Sie selbst ist Mitglied beim AFV Berlin e.V., der gemeinsam mit Akaflieg Berlin den kleinen Flugplatz betreibt. Vor Ort ist auch Volker Janisch, der Geschäftsführer der Flugplatzgemeinschaft. Er begrüßt diese Partnerschaft mit der Groß Pankower Grundschule. Und wie sich zeigt, könnten die Vereine in Zukunft von dieser Partnerschaft profitieren, haben doch die ersten Schüler ihr Interesse für das Segelfliegen bekundet. Auch wenn zwei kurze, aber heftige Regenschauer, die im Laufe des Vormittags niedergehen, tun dem Spaß keinen Abbruch. Erst nachdem alle Kinder geflogen sind, kommt das große Gewitter. In den nächsten Tagen werden sie sicher immer wieder von diesem Ereignis berichten. Und spätestens dann beginnt die lange Wartezeit für die Schüler der künftigen 6. Klasse auf ihren Flug auf dem Segelflugplatz in Pritzwalk-Kammermark.  

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