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Brand in Grube : Flammen zerstören Wohnhaus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Familie aus Grube kommt in Nachbarort unter. Etwa 50 Feuerwehrmänner waren im Einsatz

Für ein Rentner-Ehepaar aus Grube hat sich am Sonntagabend das Leben komplett verändert. Das Wohnhaus der Eheleute im Plattenburger Weg ist bei einem Feuer völlig zerstört worden, es ist nicht mehr bewohnbar. Der 64-jährige Mieter des Gebäudes und seine 62 Jahre alte Frau bemerkten den Brand noch rechtzeitig und konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Die Frau erlitt einen Schock und musste vor Ort ärztlich behandelt werden.

Gestern, einige Stunden nach der Katastrophe, wirkt die Szenerie ruhig. Auf dem Hof der Hausruine bellt ein Hund, Hühner picken und scharren im Sand. Es ist niemand zu Hause.

Nachbar Jörg Reiffersberg war zum Brandzeitpunkt nicht in Grube, sah nur beim Nachhausekommen die Feuerwehr in vollem Gange. Assoziationen wurden wach. Zwischen 1997 und 2014 gab immer wieder Häufungen von Bränden. Neben einer Lagerhalle, einem leerstehenden Wohnhaus und einem Wohnwagen gingen damals noch andere Objekte in Flammen auf (der Prignitzer berichtete im Oktober 2014).

Der Verdacht auf Brandstiftung stand im Raum, ein Täter konnte von der Polizei nie ermittelt werden. „Das war schrecklich. Man hat immer in Angst und Schrecken gelebt. Man war sich sicher, dass es am nächsten Tag überall brennen könnte“, sagt Reiffersberg.

Jedoch glaubt er nicht, dass der Brand im Haus gegenüber am Sonntag gelegt worden ist. „Da draußen läuft ein Hund rum, der keine Fremden rein lässt. Und zudem war es ja am hellichten Tag“, so Reiffersberg.

Gestern Vormittag waren trotzdem Brandursachen-Ermittler vor Ort, genauer gesagt die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes, informierte Pressesprecherin Dörte Röhrs von der Polizeidirektion Nord in Neuruppin auf Prignitzer-Nachfrage.

„Nach ersten Erkenntnissen begann der Brand an einem überdachten Vorbau und breitete sich von dort über das gesamte Dachgeschoss aus. Die Frau hat einen Schock erlitten, wurde ambulant behandelt. Nach gegenwärtigen Schätzungen entstand bei dem Brand ein Sachschaden von ungefähr 50 000 Euro“, so Dörte Röhrs weiter.

Die Wehren aus Grube, Bad Wilsnack, Klein Lüben, Groß Lüben, Legde, Kuhblank und Perleberg waren laut Torsten Blüthmann, stellvertretender Amtsbrandmeister in Bad Wilsnack/Weisen, mit insgesamt etwa 50 Kameraden im Einsatz. „Der hat bis in die späten Abendstunden gedauert“, so Blüthmann.

Gestern konnte die betroffene Familie noch ein paar persönliche Sachen aus dem Haus holen. „Sie sind ja nur Mieter, so weit ich weiß. Sie kommen übergangsweise in einem anderen Mietobjekt in Sigrön unter“, bemerkt Nachbar Jörg Reiffersberg.

Das bestätigten sowohl Polizeipressesprecherin Dörte Röhrs als auch Amtsdirektor Torsten Jacob. „Da das Übergangsquartier nicht komplett möbliert ist, musste schnelle Hilfe her. Von der KMG-Elbtalklinik haben die Eheleute bereits Betten bekommen“, erläutert Jacob. Die Ausstattung im abgebrannten Haus sei nicht mehr zu gebrauchen – entweder wegen des Qualms oder durch das Löschwasser.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 20:00 Uhr

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