Finanzspritze fürs Mausoleum

Das 13 mal 13 Meter große Mausoleum im Stil eines griechischen Tempels könnte künftig als Stätte für Tagesausstellungen oder Vorträge genutzt werden.
Das 13 mal 13 Meter große Mausoleum im Stil eines griechischen Tempels könnte künftig als Stätte für Tagesausstellungen oder Vorträge genutzt werden.

Bund beteiligt sich mit sechsstelliger Summe an Sanierung des einmaligen norddeutschen Bauwerks in Gadow

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23. Juni 2015, 08:00 Uhr

Der Bund beteiligt sich mit über 150 000 Euro an der Sanierung von Denkmälern im Brandenburger Nordwesten. Eines dieser geförderten Projekte ist das Mausoleum im Schlosspark von Gadow, das mit 51 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm V des Bundes unterstützt wird (wir berichteten). Das im Bestand zu sichernde und restaurierende Gebäude wurde 1992 in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen. Das 13 mal 13 Meter große Mausoleum im Stil eines griechischen Tempels wurde 1816 nach Plänen des königlichen Bauinspektors Sachs von der Berliner Bauakademie erbaut. Hier fand der berühmte Generalfeldmarschalls Wichard Joachim Heinrich von Moellendorff (1724 – 1816) seine letzte Ruhestätte.

„Das Mausoleum ist einmalig in Norddeutschland. Eigentlich hatten wir ja erst im nächsten Jahr mit den Mitteln gerechnet. Nun können wir endlich mit der Sanierung loslegen“, freut sich der Lanzer Bürgermeister Hans Borchert. Und auch Sieglinde Seidel, Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes, sieht gute Chancen dafür. „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr mit der Durchführung der geplanten Baumaßnahmen beginnen können.“

„Wenn du nicht selbst überzeugt bist, schaffst du auch nichts“, lautet die Maxime von Borchert, der sich seit vielen Jahren für den Erhalt historischer Gebäude in seinem Amtsgebiet stark macht. Dabei weht dem Lanzer Bürgermeister auch schon mal Gegenwind aus den Reihen der eigenen Gemeindevertreter angesichts der angespannten Haushaltslage entgegen. Letztendlich entschieden sich die Lanzer Gemeindevertreter im vergangenen Jahr aber mehrheitlich dafür, die Eigenmittel für die Sanierung des Grabmals in Höhe von 15  500 Euro in den Haushalt 2015 einzustellen.

„So ein Denkmal können wir doch nicht verkommen lassen. Das muss doch erhalten werden“, sagt Hans Borchert. Bereits 1996 nahmen die Lanzer deshalb viel Geld in die Hand und setzten die Fassade und das Dach des Grabmals wieder in Stand. Rund 103 000 Euro sind nun noch einmal für die Instandsetzung des Wand- und Deckenputzes sowie für die Wiederherstellung des Sandsteinfußbodens veranschlagt. Neben den Eigenmitteln, der Zuweisung des Bundes sowie einer Privatspende von 5000 Euro hofft die Gemeinde auch auf finanzielle Unterstützung aus der Sparkassenstiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Nach der Fertigstellung wollen die Lanzer ihr gemeindeeigenes Mausoleum begehbar machen und verstärkt in touristische Aktivitäten einbetten. Hans Borchert kann sich vorstellen, dass das es als Stätte für „Tagesausstellungen oder Vorträge“ genutzt wird.  

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