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Film ab! Das Landleben aus Sicht der Gruber

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erstellt am 19.Aug.2013 | 09:32 Uhr

Grube | Das Landleben. Mal wird es als Idylle in Hochglanzmagazinen beschrieben, mal wird ein tristes Bild von verfallenen Häusern und sterbenden Dörfern gezeichnet. Ein Spannungsbogen, den Künstler zum Anlass nahmen, das Landleben in ihren Werken zu thematisieren, erzählt Kunsthistorikerin Elke Neumann. Die Berlinerin koordinierte dazu ein Projekt, dessen Ergebnisse am Wochenende in Grube zu sehen waren.

Wer sich darauf einließ, konnte zeitgenössische Kunst entdecken, wie die Bilder von Magdalena Drebber - entstanden aus Steckperlen. Während die Künstler ausschließlich aus anderen Orten kamen, wurden die Gruber mit einem Film in das Projekt integriert. Hartmut Kroll konnte rund zehn Einwohner gewinnen, vor der Kamera ihre Geschichte zu erzählen. Der jüngste war 14 Jahre alt, der älteste 76. "Es war für mich erstaunlich, was sie über ihr Leben erzählten", sagt Kroll. Ein Gesprächspartner war Peter Sonnenberg.

"Seit 1978 wohne ich hier, habe meinen Werdegang, meine Geschichte erzählt." Er sei der einzige noch im Dorf lebende Landwirt, hält 250 Muttertiere. Gerade genug, um eine Familie davon ernähren zu können. Arbeit gebe es ohne Ende. Selbst heute müsse er zwischen Filmvorführung und Sonnenuntergang Stroh holen. Mehr als acht zusammenhängende Urlaubstage seien unvorstellbar und doch möchte er sein Leben nicht eintauschen. "Ich kann nicht anders, bin mit der Landwirtschaft aufgewachsen und war 35 Jahre in der Agrargenossenschaft tätig", erzählt er.

Gefühlvoll eingefangen hat die Interviews Kameramann Ingolf Seidel, spricht Hartmut Kroll von einer wunderbaren Zusammenarbeit.

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