Die Prignitz im Schaufenster : Filetstücke sind im Angebot

Steht zum Verkauf: Die Stadtkaserne in Perleberg.
Steht zum Verkauf: Die Stadtkaserne in Perleberg.

Landkreis bereitet zehnte Teilnahme auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real in München vor

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22. September 2017, 21:00 Uhr

Den Namen Prignitz werde man nicht in den Mittelpunkt rücken, dafür sei er zu unbedeutend. Zumindest auf der Immobilienmesse Expo Real in München, sagt Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz (WFG).

Das Drei-Tage-Ticket kostet 525 Euro, die Dauerkarte für zehn Tage Grüne Woche 42 Euro. Der Unterschied zeigt, auf der Expo geht es ab kommenden Mittwoch um andere Dimensionen. Internationale Immobilienmakler, Investmentgesellschaften und Logistiker, die für weltweit agierende Unternehmen aktiv sind, halten Ausschau nach passenden Filetstücken, so Büttner.

Die Projektentwickler werden auch Gast am Prignitzer Stand sein und viele von ihnen seien längst Bekannte, denn die Prignitz nimmt das zehnte Jahr in Folge teil. Der lange Atem zahlt sich aus. Büttner nennt Beispiele: Die Ansiedlung von Minimax in Wittenberge, ein Käufer für das Gebäudeensemble am Heinrich-Heine-Platz Wittenberge oder für den Gebäudekomplex im Bahnhofsviertel Pritzwalk. Alle Investitionen gehen auf Messekontakte zurück.

Mit dem Slogan „Beste Lage zwischen Berlin und Hamburg“ errege die WFG Interesse. „Wir sprechen mit Edeka, Rossmann, Rewe oder Toom.“ Büttner nennt das Kontaktpflege. Es gehe nicht nur um Neuansiedlungen. „Manchmal suchen Märkte einfach einen anderen Standort.“

In diesem Jahr wolle man verstärkt die Prignitz als attraktive Wohngegend vorstellen. Günstige Immobilienpreise und der Trend zum Wohnen im Grünen in ruhiger Umgebung sprechen für den Landkreis. Mit dabei hat die WFG die Immobilien- und Standortbroschüre des Landkreises. Darin sind unter anderem die Bahnhofspromenade Wittenberge, die Stadtkaserne Perleberg und der Gewerbepark Falkenhagen aufgeführt. „Wir vertreten alle Kommunen, alle Gewerbegebiete“, betont Büttner.

Das bestätigt Pritzwalks stellvertretender Bürgermeister Ronald Thiel. Mehrfach hatten Pritzwalks Stadtverordnete und auch Thiel selbst Kritik an der WFG geübt. Sie konzentriere sich zu sehr auf die Westprignitz, vernachlässige Falkenhagen, so der Vorwurf. „Aktuell sind wir mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden“, sagt Thiel. Da Pritzwalk die WFG mit finanziere, wolle man auch mal einen Erfolg verbuchen. Genau dieser zeichne sich ab. „Für Einzelheiten in der Öffentlichkeit ist es aber noch zu früh“, so Thiel.

Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura wird mit weiteren Vertretern am Eröffnungstag für einen „starken Standort Brandenburg“ werben. Christian Fenske, Geschäftsführer der Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz GmbH, wird die Interessen Perlebergs und Wittenberges vertreten.

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