Putlitz : Feuerwehren rüsten auf

Kameraden aus Hülsebeck und Neuhausen übten hier mittels der Steckleiter eine Personenrettung über den Balkon.
Kameraden aus Hülsebeck und Neuhausen übten hier mittels der Steckleiter eine Personenrettung über den Balkon.

Amt Putlitz-Berge investiert in neues Fahrzeug, die Ausrüstung der Kameraden und in Gerätehäuser

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26. Januar 2016, 05:00 Uhr

Das Beste kommt zum Schluss, dieser Spruch gilt 2016 für die freiwilligen Feuerwehren im Amt Putlitz-Berge. Zur Weihnachtszeit sollen die Kameraden in Neu hausen ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TKF-W) erhalten. Es wäre bereits das fünfte derartige Gerät im Amt. Die Hälfte der Kosten von 130 000 Euro trägt das Land über das Programm zum Ausbau der Stützpunktfeuerwehren.

Neuhausen ist mit rund 40 Kameraden eine der leistungsfähigsten Wehren im Amt, konstatierte der Leiter des Ordnungs- und Bauamtes, Peter Jonel. Viele Seriensieger früherer Jahre in den Wettbewerben der Jugendfeuerwehren wurden in den vergangenen Jahren in die Einsatzabteilung übernommen. Mit zehn Atemschutzgeräteträgern steht eine ungewöhnlich hohe Zahl dieser speziell ausgebildeten Kameraden zur Verfügung. Auch die Verfügbarkeit der Wehr ist hoch, was auch an der günstigen Arbeitgebersituation in Neuhausen liegt.

Aus diesen Gründen kam die Wehr des kleinen Ortes auch zu 15 Einsätzen im Vorjahr. „Die Neuhausener haben sich das neue Fahrzeug verdient und es kommt an der richtigen Stelle zum Einsatz“, ist Jonel überzeugt.

Aber bis Dezember wird im Amt nicht gewartet, um den Brandschutz weiter zu verbessern. In der Gemeinde Berge soll die zum Teil unbefriedigende Versorgung mit Löschwasser verbessert werden, eine Begehung mit einem Brandschutzingenieur fand bereits statt. Schwerpunkt wird der Bereich um die Schule und die beiden Wohnblöcke sein, wo bisher nur ein Hydrant zur Verfügung steht.

Voraussichtlich wird ein Flachspiegel-Löschwasserteich angelegt, was etwa 20 000 Euro kosten würde, sagte der Ordnungsamtsleiter. Auch die Sanitäranlagen im Gerätehaus Berge werden saniert.

Das Amt lässt zudem das Gerätehaus Sagast instand setzen. Auch die Anschaffung einer Wärmebildkamera steht auf der Tagesordnung. Sie würde ermöglichen, Glutnester und kleine Brandherde in Gebäuden besser zu erkennen und zu bekämpfen. „Wir wollen in diese nicht ganz billige Technik investieren, weil sie einen deutlichen Effizienzgewinn bei der Brandbekämpfung ermöglicht, so Jonel.

Das Amt setzt die seit mehreren Jahren laufende Verbesserung der persönlichen Ausstattung der Kameraden fort. Dafür wurden in den beiden Vorjahren jeweils 20 000 Euro aufgewandt. Auch 2016 wird wieder etwa die gleiche Summe aufgewandt. Für jeden Atemschutzgeräteträger müssen mindestens 800 bis 900 Euro eingeplant werden, für die normale persönliche Ausrüstung etwa die Hälfte.

Im Amt Putlitz-Berge sind fast 400 Feuerwehrleute in 17 Wehren aktiv.

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