Putlitz : Feuerwehr muss modernisieren

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Investitionen in Fahrzeugpark sollen Effizienz erhöhen. Viele Oldtimer noch im Einsatz

svz.de von
22. Januar 2019, 11:00 Uhr

Noch sind es fünf Fahrzeuge, mit denen die Freiwillige Feuerwehr Putlitz bei Einsätzen ausrückt. Künftig sollen es nur noch drei sein. Grund ist nicht der Rückgang bei den Kameraden, sondern Bemühungen um eine größere Effizienz. Voraussetzung ist die Anschaffung eines neuen großen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs, das mehrere kleine ersetzen soll. Ein Maschinist könnte dann die Aufgaben erledigen, für die heute zwei bis drei Fahrzeuge mit je einem Maschinisten und einem Fahrer nötig werden. Besonders spürbar wäre das bei Hilfeleistungen an der A 24, wo das eine Fahrzeug meist genügen würde.

Diese Überlegung hat auch die Putlitzer Stadtverordneten und die Amtsverwaltung überzeugt, die Eigenanteile sind gesichert und der umfangreiche Fördermittelantrag wird derzeit auf den Weg gebracht.

Aus Sicht von Amtsbrandmeister Christian Reisinger kann dies nur ein erster Schritt zur Umgestaltung der Wehren in Putlitz-Berge sein. Fast die Hälfte der Fahrzeuge ist etwa 40 Jahre alt, zum Teil auch noch älter. Sie waren meist in den 1990er Jahren bereits gebraucht angeschafft worden und müssen in naher Zukunft dringend ersetzt werden, „um die Einsatzbereitschaft zu sichern“.

Dabei sind nach Einschätzung des Amtswehrführers nicht die größeren Einsatzfahrzeuge das Problem, sondern vor allem die Technik der kleinen Wehren.

In den vergangenen Jahren hatte die Sanierung von Gerätehäusern sowie von Wasserversorgungen über Löschteiche, Zisternen und andere Lösungen Vorrang gehabt. So wird für Feuerwehreinsätze derzeit der Teich in Grenzheim ertüchtigt. Dieses Programm wird fortgesetzt. Aber es müsse durch die Erneuerung des Fahrzeugparks ergänzt werden, um den Wehren gute Bedingungen zu sichern, so Reisinger.

Ein Beispiel für die Probleme ist die Gemeinde Pirow, wo ein neues Feuerwehrgerätehaus in den Jahren 2019/20 errichtet wird. Aber das Fahrzeug der Wehr rollt bereits seit mehr als 40 Jahren, es ist das zweitälteste im Amtsbereich. 2020 ziehen die Kameraden um, haben aber kein nutzbares Einsatzfahrzeug mehr, dieses Szenario möchte Resinger unbedingt vermeiden. So könnten in Putlitz freiwerdende Fahrzeuge an andere Wehren weitergegeben werden, um die älteste Technik aussondern zu können.

Damit die Fahrzeuge am Einsatzort ankommen, haben erste Kameraden die Ausbildung für den Feuerwehrführerschein begonnen, gerade für größere Fahrzeuge fehlen zunehmend Kameraden mit entsprechender Fahrerlaubnis.

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