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Trockengelegt : Feuerwehr Berge fehlt das Wasser

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bekannte Probleme werden trotz erheblicher Gefahren für die Bürger nicht abgestellt.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Einsatzbereitschaft und Technik der Freiwilligen Feuerwehr Berge sind in Ordnung. Aber ob die Kameraden überall in der Gemeinde wie erforderlich einen Brand bekämpfen können, daran hat der stellvertretende Ortswehrführer Thomas Eckebrecht große Zweifel. Es fehle an vielen Stellen der Gemeinde an Löschwasser und das oft schon seit längerer Zeit, erläuterte er am Montag den Gemeindevertretern. Unübersehbare Folgen könne das beispielsweise im Bereich der voll vermieteten Wohnblöcke und der Schule in Berge haben, wo die Entnahmekapazitäten zu gering seien. Zudem gebe es dort ein in Berge weit verbreitetes Problem mit unzureichend gewarteten, defekten oder nur teilweise nutzbaren Hydranten und Löschwasserentnahmestellen.

Das Problem beginne mit fehlenden Kennzeichnungen und reiche bis zu maroden Schächten und beschädigten Anschlüssen. So seien Entnahmestellen im Bereich der Schule versandet. „Wenn ich dort prüfen will, wie die Entnahme funktioniert, soll ich das Wasser dem WTAZV bezahlen. Zudem besteht dieser darauf, dass es nur Spülöffnungen seien, während es sich laut unserer Unterlagen und der Aufschrift auf dem Verschlussdeckeln um Löschwasserentnahmestellen handelt. Trotz wiederholter Gespräche gibt es noch immer keine Lösung.“

Eckebrecht verwies in der Einwohnerfragestunde auf Risiken wie den uralten Hydrantenkopf in Kleeste, die nicht funktionierende Lösung für die Löschwasserversorgung in Muggerkuhl und die erheblichen Verletzungsrisiken bei der Entnahmestelle in Grenzheim. Die Probleme stauten sich seit Monaten, zum Teil schon seit Jahren auf und würden von der Wehr immer wieder angesprochen, ohne dass sich etwas ändere, so der stellvertretende Wehrführer. Im Einsatzfall könne es dazu kommen, dass der Druck nicht ausreiche, um die C-Rohre wie erforderlich einzusetzen oder es würde viel Zeit kosten, überhaupt die Technik an die Hydranten und Wasserentnahmestellen anschließen zu können.

„Wir können als Gemeinde an dieser Lage nichts ändern, müssten aber bei einem schweren Brand die Folgen tragen. Das kann so nicht bleiben“, fasste Bürgermeister Werner Eckel die Verärgerung der Abgeordneten zusammen. Der amtierende Amtsdirektor Hergen Reker riet, die Probleme erneut Amtswehrführer und Amtsbrandmeister vorzutragen. Er sagte zu, die Suche nach Lösungen zu unterstützen.

Für ein anderes Problem der Wehr konnte der Bürgermeister Abhilfe versprechen. „Wenn wir einen bestätigten Haushalt für 2016 haben, werden die Sanitäranlagen des Feuerwehrgebäudes saniert.“ Gerüchte, dass dies wegen anderer Aufgaben gestrichen werde, seien falsch. Eckel verwies darauf, dass die Gemeinde seit Jahren kontinuierlich Mittel für Technik und Ausrüstung der Kameraden bereitstellt.

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