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Feueralarm in Schollschule, Direktor über Leiter gerettet

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erstellt am 10.Aug.2012 | 10:42 Uhr

Perleberg | "Es war eine Übung." Klassenleiterin Dorit Haack nimmt Anika in den Arm. Die Drittklässlerin der Grundschule "Geschwister Scholl" wischt sich verstohlen die Tränen aus den Augen. Sie habe sich ganz toll erschrocken, als die Feuermelder auslösten. Ein wenig zittern noch die Knie, doch nun sei alles wieder gut.

Für Nele aus der 2a ist es einfach spannend, was da die letzten Minuten so abging. "Plötzlich heult so eine Sirene. Sofort haben wir uns im Klassenraum aufgestellt." "Immer zu zweit", fügt ihre Freundin an. "Mit unserer Lehrerin sind wir schnell auf den Schulhof gegangen. Und dann kam auch schon die Feuerwehr", erzählt Nele.

Alle sind draußen, doch wo ist Schulleiter Peter Awe? Die kleinen Augen vor allem der Erstklässler werden immer größer, als sie ihn im oberen Stockwerk am Fenster erspähen. Kameraden der Perleberger Wehr legen derweil Schlauchverbindungen und versuchen, unter Atemschutz in die Schule zu gelangen. Die riesige Drehleiter fährt in Richtung oberstes Stockwerker aus. Unter Applaus gelangt der Schulleiter durch das Fenster in den Rettungskorb und dann wohlbehalten wieder auf den Erdboden.

Alles klappte wie am Schnürchen, bestätigt Uwe Schleich, zuständig für die Feuerwehren bei der Stadt und zugleich auch Mitglied bei den Perleberger Blauröcken. Zügig, aber nicht im Laufschritt verließen alle Kinder die Schule. Und "gerettet" wurde in jedem Fall auch stets das Klassenbuch. Doch wie klappt es, wenn alles verraucht ist, die Brandschutztüren schließen. Welchen Weg nehmen die Schüler dann? Auch darauf wollen Schule und Wehr eine Antwort, und so dürfte es nicht die letzte Übung gewesen sein.

Am Montag wird aber erst der neue Jugendwart der Perleberger Wehr, Maik Müller, Gesprächspartner der Scholl-Schüler sein. "Wir wollen versuchen, den Nachwuchs für unsere Arbeit zu begeistern und so eine schlagkräftige Nachwuchsgruppe der Perleberger Wehren aufbauen."

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