Laub verbrennen? : Feuer nur noch gelegentlich erlaubt

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Wittenberge verlängert seine Verbrennordnung nicht. Ab 1. Januar gilt aber ausschließlich die Landesgesetzgebung.

svz.de von
14. November 2014, 12:00 Uhr

Ab dem 1. Januar ist es in Wittenberge vorbei mit einer eigenen „Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Verbrennen von Stoffen im Freien“ – so der offizielle Titel. Die derzeit gültige Verordnung läuft zum Jahresende aus. Die Verwaltung im Rathaus und die Abgeordneten im Umweltausschuss sind sich darüber einig, dass sie keine Verlängerung auf den Weg bringen.

Und nun? Peggy Heyneck, im Stadtbauamt zuständig für den Umweltbereich, erklärt: Damit gelte ab sofort in der Stadt die Landesgesetzlichkeit.

Diese findet sich natürlich auch in der jetzt noch gültigen Verordnung – in angepasster Form – wieder.

Land und Kommune verbieten beispielsweise streng das Verbrennen von Gartenabfällen, wie Rasenschnitt. Auch Laub sowie frischer Baum- und Strauchschnitt dürfen grundsätzlich nicht ins Feuer. Egal, ob Kleingärtner oder Grundstücksbesitzer. Sie alle verstoßen seit Jahren mittwochs und sonnabends in unschöner Regelmäßigkeit dagegen. Mittwochs und sonnabends sind nämlich die von der Verordnung für Wittenberge (noch) erlaubten Verbrenntage. Beschwerden über diese Gartenfeuer häuften sich in letzter Zeit, Beschwerdeführer verschafften sich auch in Potsdam Gehör.

Landesbehörden nahmen die Wittenberger Verordnung unter die Lupe und verweisen darauf, dass die Stadt damit Verbrennungsverstößen Vorschub leiste.

Ab dem 1. Januar gilt diese Verordnung nun nicht mehr. Der Mittwoch und der Sonnabend sind dann keine offiziellen Verbrenntage mehr. Dürfen damit grundsätzlich im Freien keine Feuer mehr entzündet werden?

Das Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft informiert auf einer seiner Internetseiten Bürger darüber, wann gelegentlich als Ausnahme „ein kleines Holzfeuer im Freien ohne behördliche Genehmigung“ abgebrannt werden kann. Mit anderen Worten, gelegentliche Feuer – der Begriff ist nicht näher definiert – sind möglich. Allerdings ist auch sehr genau festgeschrieben, was in die Flammen darf: „Für ein Feuer im Freien darf nur naturbelassenes, trockenes Holz, z. B. Holzscheite, kurze Äste, Reisig, Zapfen oder auch Holzbriketts, verwendet werden. [...] Erst wenn die Holzscheite längere Zeit gut durchlüftet gelagert wurden, sind sie trocken.“

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