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Der Prignitzer

22. November 2017 | 03:06 Uhr

Feuer bedrohte Milchviehanlage

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2013 | 06:24 Uhr

Viesecke | Bis zu 25 Meter hoch schlugen die Flammen Sonntagabend in Vie secke. Was wie eine große Katastrophe anmutete, stellte sich als ein brennender Reifenstapel heraus. Doch auch dieser forderte 60 Kameraden aus sieben Wehren und fesselte sie stundenlang am Einsatzort.

Gegen 20.30 Uhr bemerkten offenbar mehrere Anwohner das Feuer. Unser Leser Hawel Wolf wohnt in direkter Nachbarschaft der Milchviehanlage, sah die Flammen und rief die Leitstelle an, schilderte er gestern. Auch der nur rund 300 Meter entfernt wohnende Wehrführer Thilo Wegener entdeckte die Flammen, meldete den Brand. "Anfangs befürchtete ich, dass die Biogasanlage auf dem Gelände der Milchviehanlage brennt, so groß wirkte das Feuer", sagte er. Doch diese Sorge war zum Glück unbegründet.

Etwa 500 bis 600 Reifen brannten. Die schwarzen Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen. Selbst in Perleberg wurden sie von einigen unserer Leser registriert. Die Reifen dienen zum Abdecken von Siloanlagen. Sie lagerten direkt neben einem Strohbergeraum und Futtersilos. "Unser Hauptziel war es zunächst, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern", erklärt der Wehrführer.

Zum Glück stand der Wind günstig, trieb die Funken in die entgegengesetzte Richtung. Das war gut für die Kameraden, die den Brand unter Kontrolle bekamen. Allerdings gab es ein Problem mit dem Löschwasser. Vor Ort war nicht ausreichend. Der Löschteich drohte zu erschöpfen, so dass eine Wasserstrecke über mehrere hundert Meter bis zum Cederbach aufgebaut werden musste. "Deshalb forderte ich die Kleinower Wehr zur Verstärkung an", so Thilo Wegener. Im Einsatz waren zu dem Zeitpunkt bereits Viesecke, Kletzke, Garz-Hoppenrade, Grube und Bad Wilsnack.

Gegen 23 Uhr war das Feuer gelöscht. "Wir hatten Unterstützung von der Agrargenossenschaft. Mit ihrem Ladrader brachen sie den Reifenstapel auseinander, so dass wir die Glutnester löschen konnten", sagt Wegener. Noch bis etwa 0.20 Uhr seien die Kameraden mit dem Abbau beschäftigt gewesen. "Alles hat wunderbar geklappt, sie haben einen guten Job gemacht", lobt der Einsatzleiter. Ob ein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist, der Silo oder Elektroanlagen durch das Feuer beschädigt wurden, muss noch abschließend geklärt werden. Eine Selbstentzündung der reifen schließen die Feuerwehrleute aus. Die Kripo hat gestern die Ermittlungen übernommen.

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