Festspielverein muss Fluchttor bauen

 Roland Kaiser zog die Massen auf der Ölmühle in seinen Bann.Archiv
Roland Kaiser zog die Massen auf der Ölmühle in seinen Bann.Archiv

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20. September 2012, 07:13 Uhr

Wittenberge | "Ohne Fluchttor kein Konzert mit Roland Kaiser." Mit diesen knappen Worten macht der Leiter des Kultur- und Tourismusbetriebes (KSTW), Hans-Jürgen Döllefeld, klar, dass der Einbau des besagten Tores auf der Alten Ölmühle nicht zu umgehen war. Konfrontiert mit dem durch die Stadt geisternden Gerüchten, die Kommune bzw. der KSTW habe den Einbau bzw. die Rechnung für die Gesellschaft übernommen, der das Ölmühlareal gehört, weist Döllefeld energisch zurück: "Hier wurde nichts für jemanden anderes bezahlt." Der Elblandfestspielverein sei vielmehr einer Pflicht nachgekommen, die er unbedingt erfüllen muss und die Kommune ist Mitglied in diesem Verein.

Die Rede ist von einer acht Meter breiten Durchfahrt, die vor wenigen Wochen in die Trennmauer zwischen dem Ölmühlgelände und dem angrenzenden Areal des alten Stadthafens gebrochen und mit einem Tor gesichert wurde. "Damit haben wir den vom Gesetzgeber für Großveranstaltungen wie die mit Roland Kaiser geforderten zweiten Fluchtweg geschaffen", erklärt Döllefeld.

Auf "Prignitzer"-Einwand, bisher sei es ja auch ohne gegangen, verweist der KSTW-Chef auf Zwischenlösungen, "die aber nicht von Dauer sein konnten". Beispielsweise hatte der Veranstalter die Zaunabgrenzung zur Wiese Richtung Bahndamm geöffnet und ausgeleuchtet, um damit den unabdingbaren Fluchtweg zu schaffen. Die Pflicht dafür lag beim Elblandfestspielverein, "denn wir sind Besitzer und Vermieter der Bühne", klärt der geschäftsführende Vizepräsident des Vereins Bodo Rückschlag über die Rechtsgrundlagen auf. Für sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 2000 Besuchern sei ein solcher Fluchtweg vorzuhalten.

Finanziert hat der Festspielverein das Fluchttor aus Lottomitteln, "die dankenswerterweise über das Land zur Verfügung gestellt wurden". Mit diesen Mitteln konnte der Verein auch die Absperrung entlang der Bühne bezahlen. Auch diese gehört laut Döllefeld zum geforderten Sicherheitsstandard.

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