Perleberg : Ferienfreizeit auf der Lego-Baustelle

Szene aus dem Musical „Der verlorene Sohn“ mit Teilnehmern der Ferienfreizeit.
Szene aus dem Musical „Der verlorene Sohn“ mit Teilnehmern der Ferienfreizeit.

24 Jungen und Mädchen erlebten eine ganz besondere Kinderbibelwoche: die Lego-Freizeit

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13. Februar 2018, 12:00 Uhr

Für die 24 Kinder war es die Lego-Freizeit, für Pfarrerin Verena Mittermaier eine ganz besondere Kinder-Bibelwoche. „Wir kennen uns jetzt im Gemeindehaus gut aus“, sagt Katharina Logge-Böhm im Familiengottesdienst, der den Abschluss der Woche bildet. „Denn wir haben jeden großen und jeden kleinen Raum in den letzten Tagen besetzt.“

„Voll die Wunder“ heißt es in dieser Woche. Jeden Morgen hören die Jungen und Mädchen eine Geschichte aus der Bibel. Geschichten, in denen Jesus vielen Menschen durch seine Worte hilft, sie heilt und ihnen vergibt. In kleinen Gruppen sprechen sie über das Gehörte, bevor sie es im Lego-Bautrupp oder in der Kreativwerkstatt umsetzen.

Parallel spielt auch die Geschichte vom verlorenen Sohn eine große Rolle. Vom Sohn, dem es zu Hause zu eng wird, er sein Erbe fordert und hinaus in die Welt zieht. Dort verprasst er sein Geld, gerät an die falschen Freunde und muss letztlich im Schweinestall leben. Am Ende kehrt er nach Hause zurück, wo er vom Vater wieder aufgenommen wird. Elisabeth und Hans-Gerhard Hammer haben daraus ein kleines Musical gemacht, was Projektleiter Gabriel Möbius mit den Kindern in der kurzen Zeit einstudiert. Mit großem Erfolg wird es im Familiengottesdienst aufgeführt.

Emilio, Benito, Julia, Johanna und all den anderen Kindern hat diese Woche sehr gefallen, da sind sie sich einig. „Auch das Wetter spielte mit, sodass wir im Pfarrgarten herumtollen konnten“, berichten sie. Langeweile ist ein Fremdwort. Zwischen 10 und 17 Uhr ist immer etwas los im Pfarrhaus. Noch am Mittwoch ist kaum etwas auf der Bauplatte zu sehen. Die Synagoge steht und auch die Geschichte vom verlorenen Sohn nimmt Konturen an. Das im doppelten Sinne, denn auch die Musicalproben laufen auf Hochtouren. Noch oft muss Gabriel Möbius Hinweise geben. Davon ist am Sonntag nichts mehr zu spüren. Das Zusammenspiel zwischen den Akteuren, dem Chor und den Musikern um Kantorin Dorothea Uibel funktioniert. Die Gottesdienstbesucher in der Winterkirche sind begeistert.

Pfarrerin Verena Mittermaier dankt allen Beteiligten, die den Kindern diese erlebnisreiche Ferienwoche in Sankt Jacobi ermöglichten. Gemeinsam nehmen die Gottesdienstbesucher auch noch die Lego-Ausstellung in Augenschein, wo Kinder stolz „ihr Haus“ präsentieren und Gabriel Möbius erklärt, was in der Woche entstanden ist und welche Wunder Jesu dagestellt worden sind. Dann heißt es Abschied nehmen von den Bauten. Gemeinsam verpacken Kinder, Eltern und Großeltern die Lego-Bausteine wieder, die mit dem Projektleiter am nächsten Standort dann erneut ausgepackt werden.

Die Jungen und Mädchen hoffen, dass es bald wieder so ein interessantes und abwechslungsreiches Ferienangebot in der Kirche gibt. Da wollen sie auf jeden Fall wieder dabei sein, sind sie sich einig.

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