zur Navigation springen

Festland e.V. in Klein Leppin : Feriencamp „Nimm Olles, mach Tolles“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Feriencamp förderte erstaunliche Kreativität zu Tage

von
erstellt am 27.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Mit einem Umzug durch den Ort und einer Präsentation von überaus kreativen Ergebnissen endete am Freitagabend ein Feriencamp für 25 Kinder, zu dem der Festland e.V. Klein Leppin eingeladen hatte.

„Nimm Olles, mach Tolles“ hatte der Verein, der 2013 sein zehnjähriges Bestehen feierte und mit „Dorf macht Oper“ überregional von sich reden macht, die Tage von Montag bis Freitag überschrieben.

Ausgangsmaterial für die Recycling-Kunst war Abfall, den die Kinder im Dorf sammelten bzw. Eltern mitgebracht hatten, wie Eierpappen, Plastikbecher, Papier, Stoffe, Kronkorken, Gläser oder Schlauchreste. Daraus bastelten die Kinder Sparbüchsen, Teelichthalter, Rasseln, Körbchen oder Schatzkistchen.


Fischgerüst greift Umweltproblem auf


Doch ging die kreative Arbeit weit darüber hinaus und gipfelte in beeindruckenden künstlerischen Projekten für den Umweltschutz. So gestalteten die Kinder einen Holzgerüst-Fisch: einmal sauber-reinweiß und einmal übersät mit vielen Abfallresten. Angebracht wurde er zum Umzug an den Seitenwänden eines Traktoranhängers. Auf dem Hänger selbst stand ein „Röhrophon“ – eine Konstruktion aus PE-Rohrresten, mit dem die Kinder Musik machten. „Das haben wir uns selbst ausgedacht“, erklärten Tamara, Lars, Michelle, Penelope, Berno und Leony stolz.

Hinter dem Hänger zogen die 15- und 16-jährigen Mädchen Salome, Theresa, Cara und Marie auf einem Handwagen ein ca. 2,60 Meter langes Fischmodell, gestaltet aus Pappe, Papier und Tapetenleim. Hauptgedanke sei wie beim Fischgerüst gewesen, auf die Verschmutzung der Gewässer aufmerksam zu machen. „Die Fische leiden unter dem Müll, den wir Menschen ins Wasser werfen“, meinten die Mädchen. Wie sauber alles sein könnte, zeigt die reinlich-weiße Seite des Fisches, die andere Modellseite prangert die Vermüllung und Verschmutzung an.

Doch erschöpfte sich die Kreativität der Kinder nicht nur in handwerklichen Aktivitäten, sondern umfasste auch digitales Schaffen. So entstand in Handarbeit ein Animationsstreifen mit vielen Effekten. Grundmodell war ebenfalls der Fisch, bei der Präsentation im Opernhaus untermalt mit elektronischer Musik und bereichert durch Tanz- und Klang-Elemente der Kinder.


Projektwoche war für alle ein Abenteuer


Er wurde zum Abschluss gezeigt und begeisterte Eltern und Gäste gleichermaßen. „Einfach toll. Es ist schon beeindruckend, was den Kindern in dieser Woche geboten wurde und was sie selbst daraus machten“, meinten stellvertretend für viele Eltern Sabine und Andreas Jüch aus Bad Wilsnack, deren Sohn Jonas am Feriencamp teilnahm.

Diese Worte hörten Christina Tast, Vorsitzende des Vereins Festland e.V. Klein Leppin, und ihre Mitstreiter gern, sind sie doch Anerkennung zugleich für die geleistete Arbeit. „Wir haben bereits in den vergangenen Jahren Ferienlager durchgeführt, so zu den Themen Musiktheater oder Maschinenmusik. Die jetzt zu Ende gegangene Woche war jedoch nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen ein Abenteuer“, so Tast. Unterstützung gaben nicht nur Ehemann Steffen, Violinist und Orchesterleiter, und Jana Schlegel als Begleiterin, sondern auch aus Ungarn die Künstlerin Valerie Sass, Gabor Borosi, Medienkünstler, und Andrea Sztojanovits, Videokünstlerin.

„Es ging uns um Werte und Wertschätzung, die Entwicklung kultureller Sinne und das bewusst machen, die gegebenen Ressourcen sinnvoll einzusetzen“, betonte Valerie Sass, Bildhauerin und bildende Künstlerin im visuellen Bereich. Die Kinder waren begeistert vom Werkeln, von der digitalen Arbeit – und vom Essen. „Sie haben gegessen wie die Weltmeister“, freute sich Ingrid Pankow, die gemeinsam mit Simone Milster für das leibliche Wohl im Ferienlager sorgte. Besonders pikant war der ungarische Gulasch, für dessen Zubereitung Valerie Sass noch einige Tipps einfließen ließ.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen