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Heftiger Wind – wenige Schäden : Felix blieb harmlos

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Förstereien ziehen Bilanz: Wintersturm fegte mit 119 Stundenkilometern über die Prignitz – nun geht es ans Aufräumen.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 119 Stundenkilometern fegte Sturmtief Felix am zweiten Wochenende dieses Jahres über die Prignitz, stürzte Bäume um und hielt Einsatzkräfte in Atem.

Die Ortswehren mussten gleich mehrmals ausrücken, um Bruchholz von den Straßen zu entfernen. Doch in den Wäldern selbst blieb es vergleichsweise ruhig, sagte der Abteilungsleiter der Landeswaldbewirtschaftung vom Landesbetrieb Forst Brandenburg, Olaf Magritz, auf Anfrage des „Prignitzers“.

„Wir haben eine Abfrage in den einzelnen Forstgebieten gemacht. Es gab viele Einzelbrüche und Einzelwürfe. Aber das ist keine große Sache.“ Wie viele Bäume genau gefallen seien, kann Magritz nicht abschätzen. Doch je Einheit seien es etwa 5000 Festmeter Bruchholz. Das wäre jedoch nicht ungewöhnlich viel, sagt Magritz. „Das geht ganz normal an unsere Vertragshändler und wird mit verkauft.“

Im Bereich der Oberförsterei Gadow entstand vergleichsweiser großer Schaden im Norden, in der Nähe von Putlitz. Hier wären einige Holznester entstanden. Davon spricht man, wenn fünf bis 15 Bäume in direkter Umgebung gefallen sind. „Ich muss sagen, aufgrund des Sturmes hätte ich mit mehr Schäden gerechnet“, stuft Carsten Sander, Leiter der Oberförsterei Gadow, die Lage in seinem Gebiet ein. Erst kurz vor dem Sturm wurden die Wälder durchforstet. Das heißt, einzelne Bäume werden herausgenommen.

„Wer nun denkt: Hätte ich die Bäume stehen gelassen, hätte ich nicht so viel Schaden, der irrt“, meint Sander. „Die Folgen wären wahrscheinlich sogar noch größer geworden.“ Nun geht es ans Aufräumen. Hier würde noch einige Arbeit auf die Waldbesitzer zukommen. „Wir haben viele kleine Bruchholzstellen auf großer Fläche. Die logistische Herausforderung ist, das Holz schnell zu beseitigen“, erklärt Sander. Ansonsten könne im Frühjahr durch das liegen gebliebene Holz eine Schädlingspopulation entstehen.

Etwa 5000 Festmeter Holz seien auch im westlichen Teil der Prignitz gefallen. Hier ist die Oberförsterei Bad Wilsnack zuständig. „Das ist jedoch nicht der Rede wert“, meint auch Leiter Hans-Ulrich Seifert. Der Schwerpunkt der Schäden würden in seinem Bereich im Süden zwischen Perleberg und Bad Wilsnack liegen. Noch bis Frühjahr, rechnet Seifert, würden die Räumungsarbeiten hier andauern.  





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