Im Juli Ortstermin in Lindenberg : Feldstraße muss saniert werden

Die Rinne an der Feldstraße.
Die Rinne an der Feldstraße.

Das erwartet der Lindenberger Ortsbeirat im Interesse der Anwohner von der Stadt.

svz.de von
17. Juli 2014, 12:00 Uhr

„Der Umgang mit der Feldstraße ist ein Schwerpunkt, um den wir uns als Ortsbeirat in den kommenden Monaten besonders kümmern werden“, sagt Karl-Heinz Brüdigam (Linkspartei) als alter und neuer Ortsbürgermeister von Lindenberg.

Im März hat das Bauamt an der südlichen Seite der Feldstraße flache Gräben – fachgerecht Abzugsrinnen genannt – ziehen lassen, um Regenwasser von der Straße zu leiten. Das hat in dem Ortsteil für jede Menge Ärger gesorgt. Die Abzugsrinnen gefährden die Verkehrsteilnehmer, hatten Lindenberger auf einer Einwohnerversammlung im April Bürgermeister Dr. Oliver Hermann mit auf den Weg gegeben. Das Stadtoberhaupt regte eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten aus der Verwaltung und Einwohnern sowie Ortsbeirat an, die sich an Ort und Stelle ein Bild von den Kritikpunkten macht, um gangbare Lösungen zu finden. „Ende Juli werden wir in der Feldstraße unterwegs sein“, kündigt Brüdigam an, der Arbeitskreis will sich dort mit den neuralgischen Punkten befassen.

Das sei auf jeden Fall wichtig, sagt Brüdigam. Auch aus seiner Sicht sind die Abzugsrinnen keine Lösung, zumal die Feldstraße auf ihrem unsanierten Abschnitt so schmal ist, dass der Ausweichverkehr auf den Randstreifen fahren muss, wo aber die Abzugsrinnen gezogen wurden. „Für uns als Ortsbeirat steht fest, die Feldstraße muss auf einem weiteren Abschnitt saniert werden“, vertritt Brüdigam die Forderung vieler, die dort wohnen. „Wir benötigen keine unterirdische Regenentwässerung und andere Dinge“, fügt der Ortsbürgermeister an. Die Lindenberger würden erwarten, dass die vor Jahren an der Bentwischer Chaussee begonnene Sanierung der Feldstraße auf einem ersten Abschnitt so fortgeführt wird, sagt er.

Gemeint ist die Verbreiterung, die die Stadt dort hat vornehmen lassen. Sie deklarierte es als Sanierung, damit mussten die Grundstückseigentümer keinen Straßenausbaubeitrag bezahlen. Ein Straßenausbau kann für Grundstücksbesitzer teuer werden. In Vorbereitung auf die Bürgerversammlung im April hatte die Stadt durchgerechnet, was ein fachgerechter Ausbau der Feldstraße kosten würde und ist auf eine Summe von rund 1650 Euro pro Meter gekommen. 70 Prozent müssten die Anwohner tragen. Bürgermeister Dr. Hermann vertritt die Ansicht, dass ohne Straßenausbau alle Maßnahmen in der Feldstraße letztlich Stückwerk bleiben. Allerdings hat die Feldstraße keine so hohe Priorität, denn sie befestigt ist im Gegensatz zu knapp 70 Kilometer Straßen und Wege hier in der Stadt, die überhaupt keine Decke haben.

Im Gespräch mit dem „Prignitzer“ kündigt Brüdigam für den Herbst eine Bürgerversammlung an, in der die Feldstraße erneut Thema sein soll, „denn für uns hat sie Priorität, sie ist unsere Hauptstraße“.


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