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Spielmannszug Perleberg : Feinschliff für den großen Auftritt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Spielmannszug Perleberg bezieht Probenlager in der Grundschule Berge und spielt für sich für die internationalen Musiktage in Rastede vom 1. bis 3. Juli ein.

Wer am Wochenende an der Grundschule Berge vorbeiging, bekam ein Gratiskonzert geboten. Der Spielmannszug Perleberg e. V. hatte sich zu einem intensiven Probenlager dort wieder einquartiert. „Wir sind zum zehnten Mal in Berge. Hier haben wir alles, sind für uns alleine. Probenlager machen wir seit den 90er Jahren. Es fördert auch die Gemeinschaft“, sagt die Vereinsvorsitzende Sandra Dröge. Sie und der musikalische Leiter Stefan Winter betonen: „Wir sind nicht der typische Spielmannszug, der den Radetzky-Marsch spielt.“

So erklingen aus dem Schulgebäude unter anderem Filmmusik, Tango, Gospel und Orchesterstücke, eben „das, was man auf der Bühne spielen“ würde, wie Stefan Winter sagt. Acht Stunden gemeinsames Proben am Tag sind über Pfingsten Programm. In einzelnen Grüppchen geht es noch weiter. Zum Repertoire gehören natürlich auch neue Arrangements wie eine freie irische Komposition mit dem Titel: „Limerick Dances“. Denn der Spielmannszug, der 63 Mitglieder (davon 45 aktive Musiker) hat, bereitet sich auf seinen großen Auftritt in diesem Jahr vor. Die Perleberger nehmen an den internationalen Musiktagen in Rastede teil. „Wir haben dort schon gespielt, das letzte Mal 2010. In den vergangenen Jahren hatten wir immer andere Höhepunkte wie unser Vereinsjubiläum oder die 775-Jahrfeier in Perleberg“, erklärt Sandra Dröge, die sich freut, dass auch fünf Kinder, die im März neu zum Spielmannszug kamen, mit im Probenlager sind.

Und nun geht es vom 1. bis 3. Juli erneut nach Rastede. Eine besondere Herausforderung für die Prignitzer, die Konkurrenz aus Deutschland und Europa ist groß. „Wir wollen uns der Herausforderung stellen, um zu sehen, wo wir stehen. Es ist ein Ansporn, wenn man sich an besseren messen kann“, meint der musikalische Leiter. Der Spielmannszug Perleberg hat sich dort für zwei Blöcke angemeldet, zum einen in der Konzertmusik zum anderen im Marsch- und Standspiel. Die Zeit zwischen den Auftritten nutzen die Perleberger, um Ideen zu sammeln, was kann man anders oder besser machen. „Vielseitigkeit ist schwer, wenn man sie darbieten will“, wissen beide.

Doch genau darauf setzen sie. Denn beim Publikum kommen die verschiedenen Richtungen an. Neben den klassischen Flöten steht ein Teil der Musiker an den Stabspielen wie Kesselpauken, Xylophon, Glockenspiel, Drums oder Bongos etc.

Und die gilt es alle für den großen Auftritt in Rastede zu besetzen. Innerhalb der Flöten umzusetzen, sei kein Problem. Eher schon an den Stabspielen. In Rastede wird Sandra Dröge dirigieren, da Stefan Winter an den Stabspielen aushelfen muss. Denn nicht alle können mit zu den internationalen Musiktagen. „Wir müssen versuchen, das Wichtigste zu besetzen“, sagt Winter, dem das ganz gelegen kommt. Er genauso wie die Vereinsvorsitzende sind Vollblutmusiker: „Wir würden am liebsten beide mitspielen.“

 

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erstellt am 17.Mai.2016 | 04:45 Uhr

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