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Burg Lenzen : „Fauna“ badet wieder im Brunnen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Skulptur von Bernd Streiter schmückt den Burgpark Lenzen / Philosophische Wanderung durch den NaturPoesieGarten

von
erstellt am 04.Mai.2015 | 20:00 Uhr

„Nach mehr als 20 Jahren ist die Brunnenfigur in den Parterregarten der Burg Lenzen zurückgekehrt.“ Susanne Gerstner, Leiterin des Besucherzentrums, strahlte, als am Sonntag im Rahmen der Aktion Offene Gärten in der Prignitz, an dem sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) als Eigentümer der Burg erstmalig beteiligte, das einst durch Vandalismus zerstörte „badende Mädchen“ im Brunnen der Öffentlichkeit übergeben wurde. Die rund 1,80 Meter hohe Betonfigur im Zentrum des Brunnens mit den vier wasserspeienden Fröschen enthüllte Elfie Gabriel vom Vorstand der Sparkasse Prignitz, die die finanziellen Mittel über ihre Jugend- und Kulturstiftung dafür bereitstellte.

Den barock anmutenden Burgpark legte in den 1920er Jahren die Berliner Gartenbaufirma Späth an. Das „badende Mädchen“ in der Brunnenschale wurde in den 1940er Jahren dann an seinen heutigen Standort verlegt.

Die zwar nach dem historischen Original angelehnte, aber neu gestaltete Skulptur schuf Bernd Streiter. Der Mödlicher Künstler wollte mit seiner „Fauna“, so der Name des Mädchens mit der Schlange um den ausgestreckten Arm, „den Zusammenhang von der Natur, dem Ansinnen des BUND und dem barocken Ambiente herstellen“. Dazu zählt auch der mit Salamandern und weiterem Getier belebte Felsen, auf dem die nackte Dame posiert.

Um ein Ideal für seine Figur „mit einem Hauch Erotik“ zu finden, standen ihm „verschiedene Damen Modell“, wie Streiter zugibt. „Das Ganze war für mich recht abenteuerlich. Mit Beton arbeite ich ja eigentlich nicht so. Ich bin heilfroh, dass alles geklappt hat“, erzählt er von seiner rund sechsmonatigen Premierenarbeit mit dem ungewohnten Werkstoff. Die „Brunnenelse“, wie der Mödlicher seine Figur auch liebevoll nennt, formte er zunächst aus Ton und füllte die Formen später stückchenweise mit Beton aus. „Ich hoffe, sie wird hier noch lange stehen und dass sich nicht wieder Vandalen an ihr verlustigen.“

Die „Fauna“ ist aber nicht das einzige Kunstwerk, das Bernd Streiter für den Burgpark schuf. Im NaturPoesieGarten, der den ehemaligen Hof der Oberschule mit der Burg verbindet und die Besucher mit auf eine naturphilosophische Wanderung nimmt, stehen unter anderem Tafeln in Buch- und Notenständerform mit barocken Gedichten. Die Idee für den NaturPoesieGarten und dessen inhaltliche Umsetzung stammte vom ehemaligen Amtsdirektor Axel Wilser.

 

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