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Der Prignitzer

18. November 2017 | 18:58 Uhr

Falkenhagen : Fast zu schön zum Drauftreten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Falquon GmbH entwickelt und produziert edle Fußböden und exportiert sie in alle Welt / Verwendung unter anderem auf großen Messen

von
erstellt am 15.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Die Spezialisten der Firma Falquon besetzen eine Nische – eine ziemlich große, auf Hochglanz polierte, edle Nische. Die Rede ist von hochwertigen Laminat-Fußbodenbelägen, die das Werk in Falkenhagen regelmäßig in (fast) alle Welt verlassen. „Wir beliefern derzeit Kunden in rund 30 Ländern in Europa, in Nord- und Südamerika. Wir exportieren auch nach China, Dubai, in die Emirate, nach Südafrika und zudem nach Russland. Das ist einer unserer Hauptmärkte. Australien ist noch nicht dabei – aber, wir arbeiten dran“, erzählt Vertriebsleiter Martin Prager mit breitem österreichischen Akzent. Er stammt aus der Steiermark, lebt in Luxemburg – und ab und zu auch in Falkenhagen, wo die Super-Beläge produziert werden.

Das 1983 gegründete ursprüngliche Unternehmen Scannery aus Schweden siedelte sich in den 1990er Jahren mit einem Werk im Falkenhagener Gewerbepark an. Produziert wurde schon damals Fußbodenbelag. Der Betrieb blieb aber nicht in schwedischer Hand, sondern wurde zwischenzeitlich noch an die belgische Investorengruppe Kipling verkauft, bevor ihn Ende 2007 der Österreicher Dr. Thomas Grafenauer übernahm und ihm neues Leben einhauchte. Der neue Name des Betriebes sollte etwas mit Falkenhagen zu tun haben. „Falcon war unser Favorit. Den Begriff gab es aber schon, also wählten wir Falquon“, so Prager.

Die Firma, die sich über die Jahre zu einem sehr innovativen Produktentwickler in Sachen Fußboden mauserte, arbeitet eng mit dem Unternehmen Kronotex in Heiligengrabe (Ostprignitz-Ruppin) zusammen, erschließt sich aber seit 2011 zunehmend eigene Absatzmärkte. Einen erheblichen Anteil machen für Falquon Messeauftritte aus. „Das ist ein großes Standbein“, unterstreicht Martin Prager. Hinzu kommt die Belieferung von Fußboden-Fachhändlern, unter anderem in Deutschland und Frankreich, und von großen Importeuren – wie in Russland. „Die wirtschaftlichen Beschränkungen im Handel mit Russland und der an Wert verlierende Rubel treffen uns – wir merken das schon“, kommentiert Martin Prager die Situation seit 2014.

Das Messe-Portfolio des Unternehmens reicht von der Ausstattung der glitzernden Autosalons in den Welt-Metropolen bis hin zu Möbel-, Touristik- oder auch Buchmessen. „Im vergangenen Jahr haben wir zum Beispiel den Finnland-Stand auf der Frankfurter Buchmesse ausgestattet. Finnland war das Partnerland dieser Messe“, blickt Prager zurück. Ende vergangenen Jahres liefen die Vorbereitungen für die Automesse in Wien – Falquon liefert dafür rund 10 000 Quadratmeter Fußboden.

Was macht die Böden aus Falkenhagen so besonders und so begehrt? Das Unternehmen kombiniert die fast unerschöpflichen Möglichkeiten des Digitaldrucks mit der Fußbodenherstellung. Heraus kommen perfekte Hochglanzflächen oder auch ganz kreative Boden-Designs, die man fast zu schade findet, als mit Schuhen darauf herumzulaufen. Dabei denken die Falkenhagener nicht nur in riesigen Dimensionen, sondern stellen andererseits auf Kundenwunsch auch Fußbodenbelag für kleine Flächen, ab etwa 15 Quadratmetern, her.

Gut 30 Mitarbeiter zählen zur Stamm-Mannschaft, fast ein Drittel sei von Beginn an dabei. Zudem bilde man fortlaufend Mechatroniker und Elektriker aus. „Seitdem wir das Unternehmen übernommen haben, verdoppelte sich die Mitarbeiterzahl in etwa. Wir setzen auf Kontinuität“, verdeutlicht Martin Prager. Die Zuwächse habe man letztendlich nur durch Innovationen geschafft. Aufgestockt wurde das Personal in den letzten Jahren in der Abteilung Medien/Digitaldruck, in der Arbeitsvorbereitung und auch im Bereich Vertrieb/Verkauf.

Mit dem Fußboden „Colorita“ entwickelte die Falquon GmbH vor gut zwei Jahren ein eigenes Markenprodukt. – und vertreibt es unter anderem auch in der Prignitz über einen Fachmarkt bei Wittstock/Dosse. Als seine Erfindung rechnet sich Falquon überdies einen Farbfächer an, der speziell für den Endverbraucher, aber zum Beispiel auch für Architekten, interessant ist, weil man sich mit Hilfe dieses ausgeklügelten Teils einen Raum mit allen möglichen Fußböden sehr gut optisch vorstellen kann. „Wir sind eigentlich immer an neuen Sachen dran – zehn stößt man an, aus zweien wird letztendlich was“, so die Erfahrungen des agilen Österreichers. Man darf also auf weitere Innovationen von Falquon gespannt sein. Für das zweite Quartal dieses Jahres kündigt Martin Prager die nächste schon ganz optimistisch an.

 

 

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