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Der Prignitzer

19. November 2017 | 15:30 Uhr

Farbe steht im Mittelpunkt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am 14. September ist Tag des offenen Denkmals / Zentrale Veranstaltung für den Landkreis Prignitz in der Demerthiner Dorfkirche

von
erstellt am 12.Aug.2014 | 14:03 Uhr

Unter dem Thema „Farbe“ steht der Deutsche Denkmaltag am 14. September. Die zentrale Eröffnung für die Prignitz wird in der Dorfkirche Demerthin stattfinden. „Hier in Demerthin kann man an den einzigartigen Wandbildern aus dem 15. Jahrhundert sehr schön sehen, wie Farben in der Geschichte eingesetzt wurden“, sagt Ortrud Effenberger von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Anders als heute, wurden im 15. Jahrhundert Farben ausschließlich aus Naturmaterialien wie Pflanzen und Erden gewonnen.

„Heute orientieren wir uns an den kräftigen und satten Farben, die uns die Baumärkte anbieten“, sagt Effenberger. Früher waren Farben eben anders. Auch sie haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Vor allem die spätmittelalterlichen Wandmalereien in Demerthin seien nicht nur für die Prignitz etwas ganz Besonderes. Sie sind so selten und außergewöhnlich, dass der Förderkreis der alten Kirchen Berlin-Brandenburg der Demerthiner Dorfkirche ein Buch gewidmet hat, das im Lukas-Verlag als achter Band in der Reihe „Kirchen im ländlichen Raum“ erschienen ist.

Bei der offiziellen Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals wird nach einer Andacht um 13.30 Uhr dieses Buch vorgestellt und auch die umliegenden Gebäude wie das Schloss Demerthin und die Gutsanlage werden zu besichtigen sein. Das Buch über die Ausmalungen der Demerthiner Kirche soll vor allem auch Besuchern helfen, die Malereien an den Wänden, die in den 60er Jahren entdeckt und freigelegt wurden, zu deuten und ihre Geschichte zu verstehen.

„Der Tag des offenen Denkmals fällt ja genau auf den Sonntag der Landtagswahl in Brandenburg. Das ist auch einer der Gründe, warum wir mit dem offiziellen Teil erst am Nachmittag beginnen“, sagt Edelgard Schimko von der Prignitzer Kreisverwaltung. Neben der Dorfkirche Demerthin öffnen an diesem Tag laut Veranstaltungshinweis auch die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack, die Burg Lenzen, das Pfarrhaus in Mödlich, das Ackerbürgerhaus in Lenzen, das Niederdeutsche Hallenhaus in Unbesandten, die Dorfkirche in Kletzke und die Koebemühle in Triglitz ihre Türen für die Besucher.


„Geschichte zum Anfassen“


„Geschichte zum Anfassen“, das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise. Ziel des Tages ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Insgesamt öffnen am 14. September in Brandenburg 370 und deutschlandweit 7500 Denkmale ihre Türen für neugierige Besucher. Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz aus Bonn als bundesweite Koordinatorin mit.



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